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Voodoo Jürgens "Ansa Woar"
Herrlich morbide Wiener Lieder direkt aus dem prallen Leben
 
Ansa Woar
CD 
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Was zum Teufel ist nur los in Wien? In kreativer Hinsicht scheint die Donaumetropole mal wieder eine Blütezeit zu erleben: Wanda, Bilderbuch, Ernst Molden oder Der Nino aus Wien sind nur einige der Künstler, die uns Piefkes derzeit mit nöligem Schmäh und erfrischender Weltverdrossenheit überziehen. Voodoo Jürgens stellt ganz zweifelsfrei einen vorläufigen Höhepunkt dieses Trends dar: In den pechschwarzen Liedern des Barden mit dem selten dämlichen Namen (bürgerlich: David Öllerer) werden alle Klischees, die man als Außenstehender von Wien und seinen Einwohnern hat, aufs genüsslichste bestätigt. In breitestem Wienerisch nölt Herr Öllerer seine Gschichtn aus den Eckkneipen, Hinterhöfen, Straßen und - klar - Friedhöfen der Stadt, erzählt von harten Kindheiten, kaputten Beziehungen, Säufern, Kleinkriminellen, Grabschändern und Boxern oder inszeniert die Nöte, die einer seiner schmierigen Protagonisten mit all den Alimenten hat, die ihn auffressen, als hanebüchenes Telefongespräch. Dazu leiern Orgeln, rumpelt ein Schlagzeug, mal reicht eine akustische Gitarre und eine Mundharmonika, mal spielt eine kleine Band ein Art windschiefen Sixites-Beat. Keine Ahnung wer dieser zauselige Striezi ist und was er für ein Leben führt, aber es ist schwer vorstellbar, dass er das Milieu, das er hier in duftigen, vor plastischen Details nur so strotzenden Texten besingt, nur von außen betrachtet. Wer des Wienerischen nicht mächtig ist, wird eventuell seine Probleme haben alles zu verstehen (vor allem weil die Texte auch in Dialekt abgedruckt sind), aber wie bei allen großen Songwritern, vermittelt sich der Inhalt nicht nur über die Worte, sondern vor allem auch über die Atmosphäre. Und die ist auf "Ansa Woar" direkt aus dem prallen Leben geschöpft.
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