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Gisbert Zu Knyphausen "Das Licht Dieser Welt"
Zwischen Melancholie und Optimismus findet der Songschreiber seine Mitte
 
Das Licht Dieser Welt
 
 
 
CD: 19,99€
LP: 24,99€
Nach dem Tod seines Freundes und Kid-Kopphausen-Partners Nils Koppruch im Jahr 2012 wurde es merkwürdig still um Gisbert zu Knyphausen. Hatte ihn die Trauer aus der Bahn geworfen oder hatte er nach zweieinhalb famosen Alben (die "halbe" als eine Hälfte von Kid Kopphausen) schon sein Pulver verschossen? Nun endlich, nach fünf Jahren Funkstille, ein neues Album. "Das Licht der Welt" kommt ruhiger daher als die Vorgänger, "nachdenklicher" wäre hier das falsche Wort, denn im intelligenten, ausschweifenden Grübeln war Herr von Knyphausen ja schon immer ein Meister. Und noch immer ist der Mann mit der eindringlichen Stimme ein unerschrockener Kämpfer gegen die verfluchte Melancholie, auch wenn er bestenfalls Etappensiege davontragen kann wie im spirituell angehauchten Opener "Niemand" oder dem jazzigen, die Beatles zitierenden Titelsong, bevor er wieder vor der tragischen Komik des Daseins die Waffen strecken muss: "Also schwebst du, benebelt vom Whiskey, wie eine eiernde Frisbee über den Strand/ ein elegant wankender, am Wohlstand erkrankender Mann." Meine Güte, wie wohl einem solche Zeilen tun zwischen all der Baumarkt-Poesie des deutschen Wohlfühl-Pops. Und gibt es eine eine bewegendere Auseinandersetzung mit dem Tod als das aus der Sicht eines alten Mannes gesungene "Kommen und Gehen"? Dazwischen singt Gisbert zwei Songs in Englisch, was zwar nicht unbedingt nötig gewesen wäre, aber auch nicht weiter stört. Gegen Ende verbeugt er sich nochmal vor dem verstorbenen Freund: "Etwas Besseres als den Tod finden wir überall" wurde von Nils Koppruch kurz vor seinem überraschendem Ableben angefangen und nun von Knyphausen vollendet.
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