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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2018/37)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

wir hoffen für alle, die davon berührt waren, sind auch die bayerischen Schulferien gut zu Ende gegangen und ihr seid alle wieder gut gestartet. Das Ende der Schulferien heißt auch, dass wir nun am Donnerstag wieder bis 20:00 Uhr offen haben, so dass auch alle, die ein bisschen länger arbeiten müssen, hoffentlich leichter einen ruhigen Moment finden, mit Muse in schöne Musik reinzuhören. Egal wann ihr kommt, wir freuen uns auf euch

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks, Peter "Point" Gruner & Julien Fertl
Madeleine Peyroux "Anthem"
Und schon wieder eine tolle Platte
“The daily news keeps getting stranger / but medical Mary keeps me cool” singt Madeleine Peyroux und cool ist das vielleicht beste Wort für dieses mit jedem Hören besser werdende Album. Aber nochmal zurück zu den täglich irrer werdenden Nachrichten. “Politik ist immer ein Teil der Kunst, weil wir ihr einfach nicht entrinnen können. Auf der anderen Seite muss ich deshalb nicht ausschließlich politisch sein. Egal worüber ich singe, die Politik ist sowieso schon da. Je persönlicher ich in meinen Liedern bin, desto stärker vermittelt sich ihr politischer Gehalt.” erzählt Madeleine Peyroux in einem Interview mit dem Jazzthing. Dabei nennt sie ihr erst zweites Album mit eigenen Songs “Anthem”. In einer Zeit wo wir darüber diskutieren wer welche Hymne zu welcher Gelegenheit (mit)singt oder ob er dabei kniet oder steht, ist das wohl auch schon ein Statement. Und irgendwie müssen ja nun die Menschen in dieser täglich wahnsinniger werdenden Welt auch klar kommen. Musik hilft dabei. Madeleine Peyroux sehr privaten Songs heilen fast. Und die Musik? Ist so wie sie nur Peyroux macht. Wir haben sie immer noch beim Jazz stehen, aber eigentlich bewegt sie sich wie ein scheues Reh zwischen Jazz und Singersongwritertum, zwischen den schummrigen 1960ern und heute. Wie man es schon fast von ihr gewohnt ist, bekommt sie die besten Produzenten (Larry Klein und Tchad Blake) und selbstverständlich so extrem entspannte Supersidemen wie Dean Parks oder David Baerwald. Über allem Madeleine Peyroux Stimme und eine fast fröhliche Stimmung. Auch auf dem siebten Album noch besonders und ungewöhnlich und ja, besonders hörenswert.
 
CD: 19,99€
Deluxe Edition: 19,99€
LP: 29,99€
LP limitiert: 29,99€
Anthem
 
 
The Coral "Move Through The Dawn"
Die Briten üben sich in der großen Kunst des Drei-Minuten-Songs
Move Through The Dawn
 
 
Intro, Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Strophe, Doppel-Refrain, Schluss. Drei bis vier Akkorde, ein geradliniger Beat, eine Ohrwurm-Melodie, bestenfalls ein cleverer, pointierter Text. So einfach funktioniert ein perfekter Pop-Song. Und ist doch so unsagbar schwer zu schreiben. Es sei denn, man hat so einen guten Lauf wie die Jungs von The Coral. Die werfen auf “Move Through The Dawn”, dem Nachfolger des psychedelischen “Distance Between”, allen Ballast von sich und legen ein Album vor, das fast ausschließlich aus Singles besteht. Offensichtlich haben James Skelly und seine Freunde in letzter Zeit viel ELO, Tom Petty und Travellin’ Wilburys gehört - der Einfluss von Jeff Lynn ist unüberhörbar. Einprägsame Drei-Minuten-Pop-Perlen, die wie immer bei The Coral hörbar von den Sechziger Jahren inspiriert sind, hier aber in einem im positiven Sinn geschliffenen Sound erklingen, der so poppig bunt daherkommt wie das Cover-Design. Das Tempo ist überwiegend flott, die akustischen Gitarren breiten einen fliegenden Teppich aus, auf dem sich die mehrstimmigen Gesänge in schönster Westcoast-Manier entfalten. Spätsommerplatte? Aber sowas von!
 
CD: 19,99€
LP: 22,99€
Chilly Gonzales "Solo Piano III"
Dritter und finaler Teil der Klavierrevue zwischen Klassik, Pop und Cabaret
Der aus Kanada stammende und in Köln lebende Pianist, Entertainer und Grammy-Gewinner Chilly Gonzales ist für den innigen Klavierklang seiner Erfolgsalben ‚Solo Piano‘ (2004) und ‚Solo Piano II‘ (2012) ebenso bekannt wie für seine Selbstdarstellung auf der Bühne und für seine Kompositionen für Jarvis Cocker, Feist und Drake. Mit ‚Solo Piano III‘ legt er nun den Abschluss der entsprechenden Trilogie vor. Das Finale zeigt in seiner musikalischen Reinheit sowohl das Schöne als auch das Hässliche, das uns umgibt – „Gonzo“, wie ihn engste Weggefährten nennen, strebt stets danach, ein Mann seiner Zeit zu sein. Er nähert sich dem Klavier mit dem Handwerk einer klassischen und jazzmusikalischen Ausbildung, aber mit der Haltung eines Rappers. Wie die beiden anderen Teile findet auch ‚Solo Piano III‘ ein überwiegend glückliches Ende in C-Dur, doch auf dem Weg dorthin gibt es mehr Dissonanzen, Spannungen und Unklarheiten. Chilly Gonzales schert sich inzwischen wenig um Gefälligkeit. Fortan bügelt er falsche Noten nicht mehr glatt: Die geheimnisvollen Akkorde und seltsamen Strukturen besitzen ein süchtig machendes Potenzial, seine 15 bezaubernden Klavierkompositionen zeigen ihn als kompletten Entertainer.
 
Deluxe Edition: 19,99€
LP limitiert: 24,99€
Solo Piano III
 
 
Boz Scaggs "Out Of The Blues"
In großer Form: Das dritte Blues-Album des vielseitigen Amerikaners
Out Of The Blues
 
 
Der Mann hat in seinem langen Leben schon viel gemacht - Rhythm & Blues, Westcoast Rock, Soul, Jazz, Pop - doch auf seine alten Tage fühlt er sich, wie so viele vom Blues geprägte Musiker, wieder verstärkt zur Ursuppe der Popmusik hingezogen. “Out of the Blues” ist der dritte Teil seiner Blues-Trilogie und man merkt vom ersten Ton an, wie sehr der 74-jährige hier in seinem Element ist. Boz Scaggs liebt den soulig-jazzigen Blues eines Bobby Bland, aber auch den erdigen Sound von Jimmy Reed und die Chicago-Blues-Helden der Fünfziger Jahre. Begleitet von einer Traumband (Jim Keltner an den Drums, Willie Weeks am Bass, Ray Parker jr., Doyle Bramhall II und Charlie Sexton an den Gitarren, sowie drei Saxophonisten) beweist sich der US-Amerikaner einmal mehr als einer ganz großen - und leider auch sträflich verkannten - Sänger seines Fachs. Besonders bei Balladen wie dem tief empfundenen “I’ve just go to forget you” läuft Boz Scaggs zu großer Form auf und liefert mit angerauter, subtil phrasierender Stimme genauso großes wie unprätentiöses Gefühlstheater. Die exzellenten Songs stammen zu einem großen Teil aus der Feder seines Songwriter-Freundes Jack Wallroth und werden durch Coverversionen von Jimmie Reed oder Neil Young ergänzt. Ganz groß ist seine tiefblaue Interpretation von dessen Klassiker “On the beach”: “The world is turning, I hope it don’t turn away” - das wäre wirklich ein Jammer bei diesem feinen Blues-Album.
 
CD: 19,99€
LP: 24,99€
Israel Nash "Lifted"
Oh du heiliges Hippie-Paradies!
Wenn musikalische Trends immer auch ein Abbild ihrer Zeit sind, wie kann man dann die neue amerikanische Hippie-Welle gesellschaftspolitisch deuten? Die Welt rückt kollektiv nach rechts, nationalstaatlicher Egoismus ist in, Mitgefühl und Solidarität sowas von out und wir erleben gerade, was Klimawandel ganz konkret bedeutet. Währenddessen schaffen sich Jonathan Wilson, Ray La Montagne, Ryley Walker oder Israel Nash ihr Räuchstäbchenduft verströmendes Wolkenkuckucksheim und lassen den ganzen irdischen Irrsinn weit hinter sich. Ist das nun Weltflucht, der Rückzug ins private Haight Ashbury oder doch eher ein utopischer Gegenentwurf? Aus rein musikalischer Sicht kann einem das egal sein, wenn dabei so ein federleicht-oppulentes Meisterwerk herauskommt wie “Lifted”: Ein reich instrumentiertes, vor himmlischen Harmonien geradezu überlaufendes, spirituelles, nach den Sternen greifendes Werk, in das man eintaucht wie in einen seligen Tagtraum. Die Art, wie der 36-jährige US-Amerikaner gediegenen Westcoast-Rock, Americana und sanfte Psychedelica geschickt überblendet, ohne dabei je den Song aus den Augen zu lassen, ist wahrlich meisterhaft. Zu seiner vierköpfigen Stammband an Drums, Bass, Gitarre und Pedal-Steel gesellen sich Blechbläser, Streicher, Cembalo, Klavier und Synthesizer - ein moderner Hippie-Sound, der die unüberhörbaren Einflüsse von Crosby, Stills, Nash & Young, den Byrds, Eagles oder Beach Boys in eine ganz eigene Klangsprache überführt. Und um nochmal auf das Eingangsthema zu kommen: Wenn Musik in erster Linie dazu dient unseren mentalen Speicher zu betanken, so ist erfüllt diese hier ihre Aufgabe mit Bravour.
 
CD: 19,99€
LP: 22,99€
Lifted
 
 
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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