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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2017/50)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

übermorgen ist der 3.Advent und das bedeutet dieses Jahr bekannterweise, dass es dann nur noch eine Woche bis Weihnachten dauert. Juhu, es warten Plätzchen, Kerzen, hoffentlich eine ruhige Zeit mit den Liebsten und ja, bestimmt auch das ein oder andere Geschenk :-) Damit wären wir auch schon beim Thema: Wir versprechen euch, dass ihr bis ganz knapp vorher, also bis wir am 23.12. die Tür schließen und auch Weihnachten feiern, tolle musikalische Geschenke bei uns bekommt. Aber manche von euch haben wahrscheinlich noch einen Wunschzettel zu erfüllen und eventuell ist manch' musikalischer Wunsch nicht ganz so leicht zu beschaffen. Wir geben hier sehr gerne alles und unsere Beziehungen zu Plattenfirmen sind wirklich wunderbar, aber natürlich sind wir am Ende des Tages Plattenhändler und nicht das Christkind. Viele Musiken, die ihr bis zum 20ten bei uns bestellt, schaffen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit pünktlich, aber kleine Firmen, Importe, Ausgefallenes, das könnte eng werden und je früher ihr dran seid, desto eher können wir helfen, dass ihr am Heiligabend in glückliche Gesichter schaut ;-)

In diesem Sinne freuen wir uns auf euren baldigen Besuch
beste Grüße und ein musikalisches Advents-Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks, Peter "Point" Gruner & Julien Fertl
Anouar Brahem "Blue Maqams"
Neue magische Meditationen des Oud-Meisters
Neben dem Libanesen Rabih Abou Khalil ist der Tunesier Anouar Brahem der zweite Oud-Meister, der die arabische Kurzhalslaute in den Jazz eingeführt hat. Brahems Alben sind immer tief in sich ruhende Meditationen, ganz unabhängig davon, mit welchen Musikern er sich umgibt: Seine schwerelos schwebenden Kompostionen strahlen eine Weisheit, eine innere Einkehr aus, die dem Orient in einer scheinbar endlosen Spirale der Gewalt und des Fanatismus offenbar völlig abhanden gekommen ist. Auch “Blue Maqmas” wirkt wieder wie eine Insel der Ruhe in einer Welt des Wahnsinns: Zusammen mit den Jazz-Koryphäen Dave Holland am Kontrabass und Jack DeJohnette - also dem Rhythmusgespann, das bereits auf Miles Davis’ “Bitches Brew”-Album spielte - und dem britischen Pianisten Django Bates, zaubert der Meister eine Musik von fast jenseitiger Schönheit, erhabenem melodischem Reichtum und elastischer, feinfühliger Rhythmik. Ob man dies nun als Jazz, Orient-Jazz oder Weltmusik bezeichnen will, ist wie immer vollkommen egal - Anouar Brahem ist längst seine eigene Marke.
 
CD: 19,99€
LP: 32,99€
Blue Maqams
 
 
Leon Russell "On A Distant Shore"
Der sträflich übersehene Songmeister mit einem posthumen Glanzstück
On A Distant Shore
 
 
Der Tod von Leon Russel im November 2016 ist neben den viel zu vielen Pop-Toten der letzten Jahre fast untergegangen. Kein Wunder, schließlich war der Liebe-Gott-Lookalike aus Oklahoma Zeit seines Lebens ein “Musicians’ Musician”, ein Begleitmusiker und Songschreiber für andere. Songs wie “Delta Lady”, ein früher Hit für Joe Cocker, “Hummingbird” für B.B. King oder “A Song For You”, welches unter anderem von Ray Charles, den Carpenters oder Simply Red interpretiert wurde, gehen auf sein Konto, außerdem arbeitete er als Gitarrist und Pianist für Phil Spector, Eric Clapton, B.B. King, Bob Dylan, The Rolling Stones und viele andere. Darüber hinaus hat der Mann auch einen beachtlichen Katalog an Einspielungen unter eigenem Namen vorzuweisen. Seine letzte Aufnaheme “On A Distant Shore” erscheint nun posthum - und verdeutlicht noch mal die Größe dieses unterschätzten Songwriters und Musikers: Mit seiner knarzigen, ein wenig an Dr. John erinnernden Stimme nimmt Russel seinen üppig mit Streichern, Chören und Bläsern ausstaffierten, zwischen Blues, Soul, Jazz und Pop pendelnden Songs jedes Pathos. Stattdessen inszeniert er seine süffigen, lebensweisen Lieder - darunter einige seiner Klassiker in neuen Versionen - mit einer beseelten Coolness und zurückhaltenden Eleganz, die ihm im “Tower of Song” (den Leonard Cohen einst so schön besang) ein Zimmer in den oberen Stockwerken sichern sollte.
 
CD: 19,99€
Juan Diego Florez "Mozart"
Der Belcanto-Tenor trifft auf Mozart
Seine größten Triumphe feierte der peruanische Tenor Juan Diego Flórez bislang im Belcanto-Fach und zeigte in Sachen Rossini, Donizetti oder Bellini, welcher Glanz in seiner Stimme und welche Intelligenz in seiner Interpretationskunst verborgen sind. Flórez’ Tenor ist wunderbar hell und strahlkräftig, schlank in der Höhe und kraftvoll in der mittleren und tiefen Lage. Das zarte Timbre verleiht seinen Arien stets einen hohen Grad an Verletzlichkeit und Hingabe. Mozart gehörte natürlich schon immer zu seinem Repertoire. Flórez ließ dennoch einige Zeit vergehen, bis er den großen Arien Mozarts ein eigenes Album widmete. Jedermann weiß, welche gigantischen Herausforderungen und immensen Gefahren für einen Tenor allein in der Zauberflöten-Arie „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ oder dem unerhört transparenten „Un’aura amorosa“ aus „Cosi fan tutte“ warten. „Ich wollte das schon immer machen“, gesteht Flórez, „aber jetzt ist die Zeit reif dafür. Ich fühle mich endlich bereit, die Ausdruckskraft, die Einfachheit und Universalität – kurz gesagt: die Magie – von Mozart zu vermitteln.”
 
CD: 19,99€
Mozart
 
 
Bob Dylan "Trouble No More: The Bootleg Series Vol. 13"
Teil 13 der Grammy-ausgezeichneten Dylan Serie
Trouble No More: The Bootleg Series Vol. 13
 
 
So wie sich die Folkpuristen 1965 von Dylans Konvertierung zum elektrischen Rock’n’Roll vor den Kopf gestoßen fühlten, so sehr waren seine Anhänger Ende der 1970er, Anfang der 1980er von seiner sogenannten “christlichen Phase” irritiert. Mit der Albumtrilogie »Slow Train Coming« (1979), »Saved« (1980) und »Shot Of Love« (1981) schuf Bob Dylan ein Werk, das sich mit spirituellen Themen beschäftigte und seine damalige Hinwendung zum Christentum reflektierte. Die Songs waren nicht weniger poetisch und tief empfunden als alles andere, was Dylan geschrieben hat, aber diese tiefe Spiritualität verstörte doch einige. Genau mit dieser Phase beschäftigt sich nun der 13. Teil der sog. Bootleg Series, von der die beiden vorangegangenen Folgen jeweils mit einem Grammy für das Best Historical Album ausgezeichnet wurden. Die Doppel-CD und das vierfach Vinyl enthält 14 unveröffentlichte Songs sowie eine Vielzahl von bislang ungehörten Liveaufnahmen, seltenen Studioouttakes und vieles mehr. Das Deluxe-Box-Set (8 CDs und 1 DVD) enthält zusätzlich 100 bislang unveröffentlichte Liveaufnahmen und Studioouttakes, dazu ein Hardcoverbuch und den abendfüllenden Konzertfilm “Trouble No More: A Musical Film”. Vielleicht nur für “Dylanologen”, aber für die eben wie Weihnachten.
 
CD: 22,99€
Deluxe Edition: 180€
LP: Preis auf Anfrage
Film "Ein Chanson Für Dich"
Eine leichtherzige Liebesgeschichte mit der Musik von Pink Martini
Die Vorweihnachtszeit kann ja durchaus auch die Zeit und kuschlige, romantische Filmabende sein. Für alle, die in der Kälte ihr Herz wärmen wollen, hätten wir hier was: Liliane (Isabelle Huppert) arbeitet in einer Pasteten-Fabrik und führt ein recht eintöniges Leben. Die Zeiten, in denen sie als Chanson-Sängerin „Laura“ große Erfolge feierte, sind längst vergessen und vorbei. Doch als sie Jean (Kévin Azaïs), einen 22-jährigen Boxer, kennenlernt, der in ihr den einstigen Star erkennt, ändert sich alles. Er verliebt sich in Liliane und überzeugt sie, dass es an der Zeit ist, ins Rampenlicht zurückzukehren. In “Ein Chanson Für Dich” spielt Isabelle Huppert eine Frau, die ein Comeback wagt - auf der Bühne so wie in der Liebe. Die ergreifend-poetische Romanze von Regisseur Bavo Defurne wird stimmungsvoll untermalt mit der Musik von Pink Martini. “Die beiden wundervollen Hauptdarsteller Isabelle Huppert und Kévin Azaïs sowie die nostalgische Inszenierung machen aus „Ein Chanson für Dich“ eine unterhaltsame Mischung aus musikalischer Romanze und bittersüßer Komödie”, schreibt “Filmstarts”
 
DVD: 14,99€
Ein Chanson Für Dich
 
 
Albrecht Mayer "Tesori D'Italia"
Die Oboe in der Welt von italienischen Reisenden des Barock
Tesori D'Italia
 
 
Der Oboist Albrecht Mayer, u.a. der musikalische Leiter bei Klassik am See am Dechsendorfer Weiher, ist seit jeher bestrebt, das Repertoire seines Instruments auszuweiten. Für “Tesori d'Italia” ist er im Barock auf die Suche nach italienischen Komponisten gegangen, die sich - wie er - immer auf die Suche zu neuen Ufern begeben haben, um zu lernen und die musikalische Welt zu bereichern. Er nennt sie die “Rockstars des 18. Jahrhunderts” und meint Vivaldi, der nach Wien ging, Sammartini, der für sich London entdeckte, Domenico Elmi und seine Arbeit in Venedig und nicht zuletzt Giovanni Alberto Ristori, der nach Dresden ging. Begleitet von I Musici di Roma liefert Albrecht Mayer zwei Weltersteinspielungen. Vor allem aber liefert er wieder einmal ein Album, das uns nicht nur all diese Reisenden präsentiert, sondern er schenkt uns ein Album, das uns erneut mit dem Klang der Oboe verzaubert und ein ungeheurer Genuss ist.
 
CD: 19,99€
Courtney Barnett & Kurt Vile "Lotta Sea Lice "
Entspanntes Slackertum zum gemeinsamen Kuscheln
Slackertum in Folkzeiten? Mutet merkwürdig an, ist aber so schön wie unprätentiös. Sowohl die Australierin Courtney Barnett als auch der US-Amerikaner Kurt Vile sind in ihrer Szene längst kleine Helden. Nun also ein Duett-Album, das Gesprächen und Chats über zwischen den Kontinenten entspringt. „Lotta Sea Lice“ ist eine in Musik gegossene, sorgsam gepflegte Freundschaft zwischen Frau und Mann, eine Freundschaft, der man immer den gegenseitigen Respekt anmerkt, immerhin covern die beiden sich auf diesem Album gegenseitig. Barnett und Vile lassen uns einfach teilhaben, an ihren Gesprächen darüber, wie sie an den Banalitäten des Lebens verzweifeln, natürlich über Liebe, über Ängste, über das Leben eben. Die Musik ist eine Art Folk-Grunge. Immer entspannt, selten mit Refrains, ein wohliges Dahingleiten mit leise gespielten, z.T. verzerrten Gitarren und eben diesen beiden so gut zu einander passenden Stimmen, in die man sich sofort verlieben kann. „Lotta Sea Lice“ ist schlicht ein kleines Juwel der Beiläufigkeit.
 
CD: 19,99€
LP: 24,99€
Lotta Sea Lice
 
 
Bruce Cockburn "Bone On Bone"
Starkes Comeback des kanadischen Songwriters
Bone On Bone
 
 
Noch so ein stilles Genie, das beharrlich seit Jahrzehnten famose Alben produziert, welche stets nur von Kritikern und einer überschaubaren Schar loyaler Fans gewürdigt werden: 33 Alben hat Bruce Cockburn seit 1970 aufgenommen und nur in einer kurzen Spanne Mitte der Achtziger Jahre gelang ihm eine Reihe mittlerer Hits, seit den Neunziger Jahren ist der politisch engagierte Sänger und famose Gitarrist wieder ein Fall für Eingeweihte. Die jedenfalls wird er mit “Bone On Bone”, seinem ersten Album nach einer sechsjährigen Pause, rundum glücklich machen - und vielleicht doch noch ein paar neue Fans gewinnen. In packenden, mal bittersüßen, mal harschen Songs verarbeitet der Kanadier seine Folkwurzeln genauso wie deutliche Blues-, Gospel- und Jazz-Einflüsse, wobei sein flüssiges, rhythmisch drängendes Fingerpicking nach wie vor ein Ereignis ist. Dazu singt er mit warmer, reifer Stimme vom Leben im Trump-Amerika genauso wie von der Komplexität des menschlichen Geistes, immer genau beobachtend, niemals auf Allgemeinplätze ausweichend. Erdig, direkt und schnörkellos produziert ist “Bone To Bone” auch ein klanglich überzeugendes Songwriter-Album erster Güte.
 
CD: 19,99€
LP: 22,99€
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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