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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2017/20)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

Vielen Dank an alle, die das Plattenladenkonzert von Hanna Lees zu so einem schönen Moment gemacht haben und natürlich an dieser Stelle nochmal vielen Dank an Hanna und ihre Crew. Ihr findet ein paar Bilder vom letzten Samstag, vielen Dank an Julien Fertl und Heiko Dehne für's Fotografieren.

Und dann haben wir heute ein schöne Aktion für euch: . Schaut euch das an, 20 tolle Titel für kleines Geld ;-)

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks, Peter "Point" Gruner & Julien Fertl
Garland Jeffreys "14 Steps To Harlem"
Der New Yorker Soul-Rocker hält seine Form auch im Alter
Seit seinem Comeback mit “The King of In Between” von 2011hat Garland Jeffreys einen guten Lauf. Wer ihn auf der Tour zum letzten Album “Truth Serum” live erleben durfte, konnte nur staunen über die Energie des heute 73-jährigen. Keine Frage, da geht noch was. “14 Steps to Harlem” bündelt noch einmal alle Qualitäten des New Yorker Songwriters, dessen 1980er Hit “Matador” noch heute jeder mitpfeifen kann, obwohl der Sänger selbst nur noch einigen Spezialisten ein Begriff ist. Garland Jeffreys Sound ist von seiner Heimatstadt nicht zu trennen. Nach einem kraftvollen Auftakt mit dem straighten Rocker “When you call my name” und dem Rhythm&Blues-Kracher “Schoolyard Blues” entführt uns der Titelsong tief in das Arbeitermilieu Brooklyns - Mama arbeitet in der Zuckerfabrik und Daddy verzichtet auf den Urlaub, um die Familie durchzubringen. Bruce Springsteen, Mink DeVille und Lou Reed (dessen “Waiting for the man” der einzig unnötige Song des Albums ist) wohnen nur einen Block weiter und auf dem Broadway groovt ol’ Jeffrey zum Reggae-Off-Beat. Es ist vor allem die seelenvolle, geschmeidige Stimme und der ungetrübte Optimismus, die einen sofort einnimmt für diesen von Musikerkollegen hochgeschätzten Künstler. “I’m a dreamer” singt er in einem der berührendsten Stücke des Albums und beschwört noch einmal die Vision eines gemischt-ethnischen Amerika. Wer im fortgeschrittenen Rentenalter noch so kraftvoll träumen kann, gehört ganz eindeutig zu den Guten.
14 Steps To Harlem
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Love A "Nichts Ist Neu"
Post-Hamburger-Schule-Indie-Punk-Pop
Nichts Ist Neu
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Irgendwie sind mir die ersten drei Alben der 2010 gegründeten Band Love A durchgerutscht - dafür zündet “Nichts ist neu”, der neueste Wurf des kraftvollen Quartetts aus dem westfälisch-pfälzischen Gebiet ab der ersten Minute. Eine Musik die irgendwo zwischen Tocotronic und den Goldenen Zitronen angesiedelt werden könnten, wenn sie dann nicht doch so eigenständig wäre - denn das ist sie! Ok, laute(r) Gitarren spielen fliegende Riffs, das Schlagzeug treibt im tanzbaren Uptempo nach vorne, der Bass groovt gegenläufig ... das ist nicht neu (siehe Titel ;o) aber zusammen mit dem Gesang und vor allem den Texten äußerst genial. “Wäre so gerne wie die anderen. Die, die scheinbar funktionieren. Doch statt die Nerven zu behalten, bin ich kurz vorm Explodieren!” schreit uns ein hörbar wütender, ja fast schon verzweifelter Jörkk Mechenbier im ersten Lied ins Gesicht. Das ist relativ befreit von Fröhlichkeit und dennoch eine Wahrheit, mit der er nicht alleine ist. Auch sonst scheint der Blick auf Leben, Politik und Gesellschaft und die Abgründe derselben ungetrübt und messerscharf - selbst wenn man sich augenblicklich ein Bier oder einen Schnaps (oder gleich beides) beim Genuss der Musik von Love A wünscht: “Angst 1 - Mitleid 0 - Weltmeister Kartoffelland! Wochenende - hoch die Hände - ist der Leitkultur Unterpfand! Stolz stinkt - Fahne auch - Volksfest - alle Nerven blank! “Tri-tra-trullalla” hat dieser Goethe nie gesagt!” Man muss gewiss nicht alles teilen, aber tiefer gehende Denkanstöße bieten Love A auf Albumlänge. Schöner, intelligenter Dreck ... oder um es mit Herrn Mechenbier zu singschreien: “Wir müssen Risse haben, damit das Licht hinein kann.”
Kasabian "For Crying Out Loud"
Rotzig, vertraut. Flappsig und laut. Cry. Out. Loud.
Kein Thema hat sicherlich so viel Kraft, gerät niemals aus der Mode und besitzt gleichzeitig eine dermaßen erschütternde und vernichtende Härte wie die Liebe. Ohne sie, und vor allem wohl ohne die Unerfüllte, wären wahrscheinlich viele der berühmtesten Bilder nicht gemalt, etliche Texte nicht geschrieben und viele der schönsten Songs nicht gespielt. Tom Meighan, Sänger der englischen Band Kasabian, sitzt in der Bar, kippt Drinks, anstatt sich des Sommers zu frönen. Wahrscheinlich kann er gar nicht anders; denkt wartend an eine Liebe; sehnt sich nach dem Hoch, das ihn gestärkt hat. Puh! Gähn. Alter Hut. Alles schon gehört, aber, aber: Kann denn so etwas alt werden, nerven? Wohl kaum. “Wasted“ ist keine traurige, geschweige denn schnulzige Rockballade, denn vielmehr hoffnungsdurchströmt, energetisch und groovig. Die einzigartige Stimmfarbe und der lässige, naja wohl eher flappsige, (Sprech)gesang Meighans‘, machen nicht nur diesen Song, sondern das ganze Album zu einem wahren Ohrenschmaus. Für wahr, Kasabian haben sich mit dieser Scheibe nicht neu erfunden, springen nicht auf den Disko-Zug aus 80er Pop, aber das macht ja auch nichts (oder Gott sei Dank?)! Sie liefern mit „For Crying Out Loud“ ein feines Werk, das sich hervorragend in ihre bisherige Diskografie einfügt. Gewohnte akustische Gitarrensounds mischen sich mit verzerrten. Trompeten und Synthies paaren sich auf einem Teppich aus treibenden Percussions. Sehr, sehr lecker. Kasabian warten mit allerelei vertrauten und rotzigen Klängen auf! Genau vier Konzerte geben die Engländer Ende des Jahres in Deutschland: Am 30.10. beschallen sie München, am 31.10. Berlin, am 01.11. Hamburg und am 07.11. Köln. Go get your Tickets folks! (Tatsächlich erscheint seine Liebste dann doch noch - pah, happy end!)
For Crying Out Loud
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Colter Wall "Colter Wall"
Wie? 21 Jahre alt? Junge, hör das Rauchen auf ... obwohl ... was für eine Stimme!
Colter Wall
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Ein rauchender Mann mit Cowboyhut steigt von seinem Pferd herab, klopft den Staub von seiner Jacke, setzt sich ans Lagerfeuer, schwingt seine Saltillodecke um, trinkt ‘nen Schluck Kaffee, greift zur Gitarre und singt, dass es einem durch Mark und Bein geht ... Nein, dass ist keine alte Zigarettenwerbung, sondern dass Bild, was sich mir unweigerlich ins Hirn schiebt, wenn ich Colter Walls Musik, oder vielmehr seine Stimme höre. Der gerade mal 21-jährige Kanadier brummt mit einem Bariton, der so voluminös klingt, als hätte er einen Bauch wie der seines Appaloosa. Dazu spielt er zielsichere Country-Licks auf Gitarre oder Banjo und klopft hin und wieder den Takt per “Hackentrick” an eine Basstrommel - mehr braucht Colter Wall nicht, um alles rüber zu bringen. Aber der weitaus größere Teil (jedenfalls vordergründig) gehört seinem Gesangsorgan - Oh Mann, der könnte auch etwas aus dem Telefonverzeichnis seiner Heimatprovinz Saskatchewan singen und damit mindestens Gänsehaut hervorrufen! Auch das Songwriting und die gesamte Atmosphäre seines ersten Longplayers lassen selbst mich als wenig Country-affinen Musikhörer staunend und ziemlich beeindruckt zurück. Ähnlich beeindruckend ist übrigens auch die Debüt-EP “Imaginary Appalachia”, die bereits vor 2 Jahren erschien und dem neuen Album in einer limitierten Sonderedition beiliegt ... ratet mal, welche Ausgabe wir für euch bereit halten? Und jetzt geh’ ich eine rauchen!
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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