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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2017/11)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

bestimmt habt ihr es schon bemerkt: Wir haben Verstärkung bekommen bei Bongartz - Musik in allen Formaten :-) Der junge Mann heißt Julien und wir freuen uns sehr, dass er unser Team verstärkt. Ihr wisst ja, wie es ist wenn man irgendwo frisch anfängt: Man gibt alles, aber oft liegt der Teufel im Detail und nicht alles klappt gleich superreibungslos, also bitte zeigt Geduld. Und nun ab zu unseren Empfehlungen

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks, Peter "Point" Gruner & Julien Fertl
Nadia Reid "Preservation"
Musikalische Umarmung mit dem echten, sehnsüchtigen “zu Hause” Gefühl
Die Neuseeländerin Nadia Reid schaut ein wenig mürrisch auf dem Cover ihrer neuen Platte “Preservation” - ein Gesichtsausdruck, der nur ganz wenig mit ihrer Stimme und auch den Stimmungen ihrer Lieder zu tun hat. Kein Lied handelt von entwendeten Lieblingsspielzeugen, herunter gefallenen Eiskugeln oder anderen präpubertären Gemeinheiten des Lebens - und wenn doch, dann eher von den traumatischen Nachwehen desselben. Nadias Lieder drehen sich um die erwachsenere Seite des Lebens. Nachdenken über Beziehungen, über Eltern oder übers Ankommen ... gefühlvolle Lieder über das Leben, das Universum und den ganzen Rest. Ok, es geht natürlich auch ein wenig kleiner, denn dieses zweite Album der jungen Frau vom anderen Ende der Welt ist ein sehr persönliches und fast intimes. Ganz ruhig, getragen und schwebend beginnt daher auch der Longplayer mit dem Titelstück, dass außer einer fliegenden Gitarre (nebst Effekten) vor allem ihre wahnsinnig angenehme Stimme zu bieten hat. Gänsehaut inklusive! Mir würde das zwar schon voll ausreichen, aber ein wenig mehr nimmt das Album noch an Fahrt auf, wobei es nie wirklich rockig wird. Die dazu perfekt agierende und ebenso arrangierte Band, macht aus “Preservation” dann auch ein Album, welches ich sofort in meinem Herzen bewahren möchte ... wunderschön!
Preservation
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Labrassbanda "Around The World"
Lokalkolorit und Weltoffenheit - Labrassbanda zeigen wie’s geht
Around The World
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Dieses Jahr feiern Labrassbanda tatsächlich schon ihr zehnjähriges Jubiläum. In dieser Zeit hat die Band nicht nur alle Erwartungen übertroffen, wie weit man es als bayerische Blaskapelle bringen kann, hat nicht nur einen vollkommen eigenständigen Sound erfunden, der einige Nachahmer auf den Plan gerufen hat, sondern hat sich mit den Jahren auch personell stark verändert. Neben Sänger, Trompeter und Mastermind Stefan Dettl sind heute nur nur Posaunist Manuel Winbeck und Schlagzeuger Manuell Da Coll von der Urbesetzung übrig. Neue Besen kehren gut - und so präsentieren sich Chiemgauer mit frischem Personal an Bass, Trompeten und Tuba so vielseitig und weltoffen wie nie. “Around the world” vereinigt, wie der Titel schon verspricht, eine Vielzahl an Einflüssen: Funk, Disco, Rap, Calypso, Polka, Rock, Afro, Bayernfolk und noch mehr Zutaten werden durch den windkraftgetriebenen Fleischwolf gedreht und zum Labrassbanda-typischen, hüftschwingenden Brassband-Sound transformiert. Der besticht durch ausgefeilte, klug durchdachte Arrangements, eine unfehlbare, treibende Rhythmik und erstaunlich tiefsinnige bayerische Texte: “Johnny” etwa erzählt von der Angst und Sehnsucht eines Soldaten im Krieg, “Africa” besingt nicht etwa Afrika, sondern betrauert die Schließung des Kolonialwarenladens im Ort. Doch neben solch ernsten Themen gibt’s auch klassische Party-Tracks wie den Disco-Feger “Cadillac” oder die atemlose Wirtshaus-Hommage “Wirt”. Da muss man schon mal den Hut ziehen: Labrassbanda haben es tatsächlich geschafft den wilden Geist der New-Orleans-Brassbands nach Bayern zu tragen und dabei etwas vollkommen eigenes zu schaffen.
Andre Williams "Don't Ever Give Up"
Der R&B-Haudegen mit einem tiefen, beseelten Alterswerk
“Gib niemals auf!” Ein Credo, ein Klischee, dass sich durch eine Unzahl schlechter (nicht nur) amerikanischer Filme zieht wie das unvermeidliche Happy-End. Und doch: Andre Williams darf, nein, muss dieses vermeindlich abgedroschene Lebensmotto für sein jüngstes Album bemühen, schließlich ist er nichts geringeres als ein echter Soul-Survivor. Seit 80 Jahren kämpft sich der aus Alabama stammende R&B-Künstler und Songwriter durch die Höhen und Tiefen einer stets am großen Erfolg vorbeischrammenden Musiker-Existenz und hat bis heute doch stets Stil und Haltung bewahrt (siehe Cover). Williams bekanntester Song ist vermutlich “Shake a Tail Feather”, geschrieben für The Five Du-Tones, später bekannt gemacht von Ike & Tina Turner und Ray Charles mit den Blues Brothers. Außerdem gehen Stevie Wonders früher Song “Thank you for loving me” und “Bacon Fat” (ein kleiner Hit für ihn selbst, später von Willy DeVille gecovert) auf sein Konto. Dass er auch im Alter noch ein produktiver Songwriter ist, hat er in den letzten Jahren mehrfach auf herrlich rumpelig-schrägen Alben bewiesen. Und mit 80 gelingt ihm mit “Don’t give up” nun tatsächlich noch ein kleines Meisterwerkchen. In kompakten, teils biografischen und oft selbstironischen Songs besingt Andre Williams mit rauer, dunkler Straßenköter-Stimme sein eigenes Begräbnis, erteilt kaltschnäuzige Abfuhren oder bittet um letzte Chancen, während sich gospel-getränkte Frauenstimmen (u.a. Meschiya Lake!) um Erlösung barmend in den Himmel schrauben. Die zwischen Rhythm & Blues, Funk, Soul, Reggae, Rock und Country pendelnden Songs sind gewohnt rau produziert und frei von produkitonstechnischem Schnickschnack, haben Groove, Atmosphäre und versprühen aller Nachdenklichkeit einen trotzigen Lebenshunger - und noch immer jede Menge Feuer.
Don't Ever Give Up
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Renaud Garcia-Fons "La Vie Devant Soi "
Filmreif: französischer Worldjazz auf allerhöchstem Niveau
La Vie Devant Soi
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Der französische Bassist Renaud Garcia-Fons ist einer dieser Virtuosen, die mit ihrem Instrument allein deswegen so unglaubliche Dinge anstellen können, weil sie offentlichtlich nicht wissen, dass das was sie da tun, gar nicht möglich ist. Der Mann kann alles und noch viel mehr: Die halsbrecherischsten Läufe serviert er mit einer Leichtigkeit, als wäre es eine Aufwärmübung, in lyrischen Passagen lässt er sein voluminöses Instrument wie ein Vögelchen singen, mit dem Bogen gespielt wie eine Geige klingen. Und das Schönste: Dies ist keine eitle Soloshow eines selbstgefälligen Virtuosen, sondern ungemein schöne, stimmungsvolle, klug komponierte und bezaubernd gespielte Musik! Zusammen mit dem Akkordeonisten David Venitucci und dem Vibraphonisten und Perkussionisten Stephan Caracci kreiert Garcia-Fons auf seinem dreizehnten Album unter eigenem Namen einen duftigen World-Jazz, der mehr denn je von seiner Heimatstadt Paris geprägt ist: Musette-Walzer, Balladen, Jazz und Einflüsse klassischer Musik treffen auf Tango-Anklänge und orientalische Duftnoten. Ein Sound, der einen ganz eigenen Hörfilm auf die Leinwand des Bewusstseins wirft.
Film "Tschick"
Dieser Sommer ist ein ganzes Leben
Während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf „Geschäftsreise“ ist, verbringt der 14-jährige Außenseiter Maik Klingenberg die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, stammt aus dem tiefsten Russland, kommt aus einem der Hochhäuser in Berlin-Marzahn – und hat einen geklauten Lada dabei. Damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende ostdeutsche Provinz.... Literaturverfilmungen (und manchmal hat man ja das Gefühl, es gibt gar nichts anderes mehr) birgen für Leser immer das gleiche Problem: Vielleicht funktioniert der Film für all die Kinobesucher, aber die Intensität der Romanvorlage geht all zu oft verloren. Fatih Akin hat es mit “Tschik” geschafft, nicht nur einen der besten, deutschen Coming-Of-Age-Filme zu drehen sondern auch gleichzeitig dem Wolfgang Herrndorf-Stoff seine reizvollen Ecken und Kanten zu lassen. Und so ist auch der Film vor allem mit seinen beiden großartigen Hauptdarstellern die Geschichte eines Sommers, den wir alle einmal erleben wollen...Der beste Sommer von allen eben!
Tschick
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Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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