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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2019/42)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

uns hier wird schon langsam klar, dass es nicht mehr weit bis Weihnachten ist, wie schaut's bei euch aus? Natürlich stricken wir schon an unseren X-Mas-Empfehlungen und denken über die ein oder andere.... ach quatsch, die Woche vor dem Fest hat doch all die letzten Jahre gereicht, die reicht dieses Jahr auch ;-)

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks, Peter "Point" Gruner & Julien Fertl
Taxiwars "Artificial Horizon"
Indie-Jazz-Hop? Die genialen Belgier entziehen sich allen Kategorien
Das ist das Schöne am Job des Plattendealers: Immer wenn man glaubt man hätte schon alles gehört und es kommt nichts Neues mehr, wird man eines Besseren belehrt. Die belgische Band TaxiWars um den Deus-Frontmann Tom Barman wäscht uns mit ihrem dritten Album “Artificial Horizon” gehörig den Kopf: Drummer Antoine Pierre liefert jazzig synkopierte Hiphop-Grooves, welche Kontrabassist Nicolas Thys mit genial eloquenten Linien gerade noch so am Wegfliegen hindert. Robin Verheyens Tenor-Saxophon gibt der dunklen Stimmung der Songs einen deutlichen Jazz-Anstrich, während Barmann mit seiner gelassenen, oft dem Rap sehr nahe kommenen Stimme den Nervenkitzel, der von dieser ungewöhnlichen Musik ausgeht, noch verstärkt. Dezente Piano-Einwürfe verleihen den sparsamen Arrangements noch zusätzliche Weite. Freilich erinnert hier vieles an die Neunziger Jahre, an den Triphop von Massive Attack und Portishead oder den düsteren Indie-Jazzrock der genialen Morphine, doch Taxiwars schaffen mit scheinbar müheloser Coolness ihr eigenes Universum aus Großstadt-Melancholie, kryptischer Endzeit-Poesie und musikalischer Eleganz. Solch wagemutige, intensive Musik hört man wahrlich nicht alle Tage...
 
CD: 19,99€
LP: 27,99€
Artificial Horizon
 
 
Delbert McClinton "Tall, Dark, And Handsome"
Der texanische Bluesmann gewinnt noch immer an Form
Tall, Dark, And Handsome
 
 
Gebt Euch keine Mühe, stellt die Suche ein, es ist sinnlos: Ihr werdet im weiten Feld zwischen Rhythm & Blues, Rock’n’Roll, Jazz und Soul keine coolere Socke finden als good old Delbert McClinton. Dass der Mann auch im fortgeschrittenen Rentenalter noch immer ein Fall für Spezialisten ist, hindert uns nicht daran dieses verkannte amerikanische Juwel mit jeder neuen Platte in den stahlblauen texanischen Himmel zu loben. Sein neues, vermutlich ungefähr 511. Album “Tall, Dark and Handsome” versteht der Meister mit der großartig knarzigen Stimme als “eine Art Tribute an den Texas Blues, der Musik, mit der ich aufgewachsen bin.” Ähnlich wie sein verstorbener Kollege Clarence “Gatemouth” Brown, an dessen stilistische Vielfalt Delberts neuester Wurf anknüpft, darf man hier “Blues” gerne als Sammelbegriff für alles verstehen, was man in Texas ohne mit der Wimper zu zucken in die traditionelle Gumbo wirft: Swingender Rhythm & Blues, Barjazz, Mambo-Grooves, Country, Texmex, Rock’n’Roll. McClinton und seine gut abgehangene, mit Drums, Bass, Gitarre, Piano, sowie zeitweise Bläsern, Fiddle und Akkordeon austaffierte Band liefern diesen süffigen Roots-Mix mit der schamlosen Coolness alter Recken, die weder etwas zu verlieren noch zu beweisen haben: Typen, die Musik mit der gleichen Selbstverständlichkeit machen, wie sie atmen. 79 Jahre alt wird Delbert McClinton im November. Wer Angst davor hat, im Altern nicht nur seine Haare, sondern auch seine Würde zu verlieren, sollte sich dieses Album anhören - es tröstet ungemein.
 
CD: 19,99€
LP: 27,99€
Bruce Cockburn "Crowing Ignities"
Der Kanadier überrascht mit einem faszinierendem Gitarrenalbum
Wenn man als halbwegs ambitionierter Gitarrist ein Bruce-Cockburn-Konzert besucht, dann ist man in der Regel nicht nur von den großartigen, intelligenten, hochpolitischen Songs des heute 74-jährigen begeistert. Man stellt sich auch die Frage, ob man jetzt lieber wie besessen üben oder die Gitarre gleich verschüren soll. Beides Unsinn, denn wenn jemand so kreativ, beseelt und virtuos musiziert, dann ist das immer ein Anlass zu Freude und Inspiration - genauso wie Cockburns zweites reines Instrumentalalbum seit “Speechless” von 2005, auf dem er instrumentale Stücke der letzten Jahre versammelte. “Crowing Ignities” (“Krähen zündet” - Der Titel erschließt sich uns nicht wirklich...) besteht hingegen aus neuen Kompositionen, welche der Meister teils allein, teils mit dezenter Unterstützung verschiedener Musiker wie dem Saitenspezialisten Colin Linden oder der Keyboarderin Janice Powers eingespielt hat. Im Vordergrund steht dabei stets Cockburns orchestrales, atmosphärisches Spiel auf der akustischen Gitarre, mit der er sich in elf berückenden Kompositionen frei durch eine Vielfalt stilistischer Einflüsse bewegt. Natürlich scheint dabei immer wieder seine Vorliebe für Folk und Blues durch, doch Tracks wie das mit reichlich Glöckchen, Dulcimer und Räucherstäbchenduft garnierte “Seven Daggers” oder das von Ron Miles Kornett veredelte, jazzige “The MT Leftroy Waltz” dokumentieren nicht nur des Meisters enorme Vielseitigkeit, sondern entwickeln einen meditativen Sog, dem so gar nichts Esoterisches anhaftet. Ein tolles Album nicht nur für Gitarrenfans und eine schöne Erweiterung von Cockburns umfangreichem Katalog.
 
CD: 19,99€
LP: 24,99€
Crowing Ignities
 
 
Tool "Fear Inoculum"
Gottes Werkzeugkoffer und Teufels Beitrag!
Fear Inoculum
 
 
Dreizehn Jahre und kein Album - da war es ein großes “Hallo”, als Anfang des Sommers durchsickerte, dass die vier Kalifornier Ende August eine neue Platte veröffentlichen würden ... es gibt aber tatsächlich eingefleischte Hardcore-Fans, denen allein dieser Umstand nicht gefällt, da sie solange ohne Neuigkeiten ausgekommen sind und jetzt auch keine mehr wollen - nun, diese Art der bizarren Mystifizierung geht mir eine Spur zu weit, deckt sich aber mit der freakigen Beklopptheit der Band ... doch dazu später mehr. Ich bin kein solcher Hardcore-Fan - und freue mich daher tierisch über “Fear Inoculum”, das neue Werk der teuflischen Prog-Math-Metal-Gods! Und das Werk(zeug) steht keinem Vorgänger in irgendetwas nach. Vertrackte Rhythmen in 10 - 15 Minuten langen, fast epischen Tracks, durchwirbelt von brettharten Gitarrenriffs, die trotz klinischer Exaktheit dennoch den Schmutz einer tropfend düsteren Endzeitstimmung atmen. Dazu Bassläufe kryptischer Taktierung und Maynard James Keenans flehend brüchiger Gesang - so schlängelt sich der verästelte Strom durch knapp 86 Minuten Musik. Wer sich dabei verzählt, landet schnurstracks in der Hölle der Unberechenbarkeit. Wer sich allerdings der göttlich erdachten Song-Architektur fehlerfrei und emotional getrieben hin gibt, wird mit fast spiritueller Magie belohnt und könnte schon beinahe glauben, das Licht gesehen zu haben ... also jenes am Ende des Tunnels - und es ist kein Zug! Tool ist eine Band - nein - Tool ist wahrscheinlich genau DIE Band, deren Fähigkeiten andere Gruppen des Genres gerne hätten. Da aber das Quartett seit 1990 - oder spätestens seit dem Longplayer-Erstling “Undertow” (1993) weit über dem Metal-Olymp fliegt und mit jedem Album seinen Stil und sein sensationelles Können (auch und vor allem live) unter Beweis stellt, und stetig erweitert, wird es auf absehbare Zeit wohl auch niemandem gelingen, es dort oben zu besuchen ... warum auch? Und jetzt noch ein Wort zu der nahezu absurden CD-Box ... Also, das Ding ist so exklusiv, limitiert und teuer, dass man eigentlich nur sagen möchte: “Die spinnen total!” ... War beim Vorgänger “10,000 Days” noch eine analoge (!) 3D-Fototechnik mit dazu gehöriger Brille im Cover, so ist es im Jahr 2019 eben ein HD-Screen mit Ladekabel, 2Watt-Lautsprecher und noch ein wenig mehr Schnickschnack - und es gibt sie (bislang) nur so! Aber: die Musik ist und bleibt unfassbar gut :-)
 
Deluxe Edition: 95,-€
Film "Stan & Ollie"
So viel mehr als Slapstick
Stan Laurel und Oliver Hardy, das beliebteste Komikerduo der Welt, befindet sich 1953 auf einer Tour durch Großbritannien. Ihre besten Jahre als die „Könige der Hollywood-Komödie“ hinter sich, sehen sie sich mit einer ungewissen Zukunft konfrontiert. Zu Beginn ihrer Tour kreuz und quer durchs Land, sind die Zuschauerränge enttäuschend leer. Doch durch ihr Talent, sich immer wieder gegenseitig zum Lachen zu bringen, beginnt der Funke auf ihr Publikum überzuspringen. Es gelingt ihnen durch den Charme und die Brillanz ihrer Aufführungen, alte Fans zurückzugewinnen und neue zu begeistern: Die Tour wird zu einem Riesenerfolg! Doch die Geister ihrer Vergangenheit holen sie ein und stellen Stan und Ollies Freundschaft auf eine Bewährungsprobe…. Sie haben Generationen begeistert, Stan Laurel und Oliver Hardy (aka „Dick und Doof“), das erfolgreichste und beliebteste Comedy-Duo der Filmgeschichte. Millionen haben sie in ihr Herz geschlossen und über ihren ansteckenden Humor, ihre hinreißend komischen Sketche gelacht. Ein bewegendes Filmdenkmal das von den Höhen und Tiefen einer äußerst erfolgreichen künstlerischen Partnerschaft und Freundschaft erzählt. programmkino.de “Geschickt findet Baird die Balance zwischen lustigem Slapstick und leisem Drama. Und wird dabei von zwei tollen Darstellern unterstützt.” (epd Film) “Jon S. Bairds sanftes Biopic über die späten Jahre von Stan Laurel und Oliver Hardy ist großes Schauspielerkino” (filmstarts.de)
 
DVD: 14,99€
Stan & Ollie
 
 
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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