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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2018/49)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

übermorgen brennt ja nun schon die zweite Kerze auf eurem Adventskranz, wir können also guten Gewissens an dieser Stelle auch ein bisschen Weihnachtsmusik vorstellen. Nicht nur, aber ein bisschen. Wer - wie ich - gern viel mehr Weihnachtsmusik im Advent mag, dem empfehlen wir einen Besuch im Laden, immerhin haben wir einen ganzen Tisch mit X-Mas-Music jeglicher Coleur aufgebaut ;-)

Und heute öffnet sich unser Türchen im -Adventskalender, ihr erkennt es an der schönen 7 in unserem Fenster. Das bedeutet für euch, dass ihr bei jedem Einkauf in unsere Geschenkekiste, gefüllt mit einer wundervollen Nussknacker-DVD, Festival-Bauchtaschen und Vinylrunden Frisbees, greifen dürft. Und bei einem Einkauf ab 50,- EUR gibt es noch einen - im Moment sehr nützlichen - Wir-hängen-an-der-Nadel-Regenschirm on Top. Es lohnt sich also noch a biserl mehr als sowieso, bei uns vorbei zu kommen :-)
Wir freuen uns auf euren Besuch,

beste Grüße und ein musikalisches Advents-Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks, Peter "Point" Gruner & Julien Fertl
Paolo Conte "Live In Caracalla - 50 Years Of Azzurro (live)"
Der große Cantautore mit einem prächtigen Konzertmitschnitt
Da wäre man gerne dabeigewesen: Eine laue Nacht in den malerischen Ruinen der altrömischen Caracalla-Thermen - genau dort also, wo einst die weniger wohlhabenden Römer ihrem Badevergnügen nachgingen - und der Großmeister der italienischen Cantautori gibt zirka 1800 Jahre nach Eröffnung der Badeanstalt und 50 Jahre nach Veröffentlichung seines wohl bekanntesten Liedes “Azzurro” (in der Version von Adriano Celentano) ein wahrhaft prächtiges Konzert. Man kann “Live in Caracalla” durchaus mit Leonard Cohens großartigem “Live in London”-Album vergleichen: Ein lustvoll brummelnder Songwriter-Gott, der ganz entspannt auf einem Berg exzellenter Musik sitzt und es längst nicht mehr nötig hat, sich um so etwas triviales wie Karriere Gedanken zu machen, sondern lieber sein treu ergebenes Publikum ins selbst geschaffene Universum einlädt, um mit ihm die Früchte jahrzehntelanger Arbeit zu genießen. Conte-Fans werden mit Klassikern wie “Via con me”, “Max” und natürlich “Azzuro” auf einige alte Bekannte treffen, für Conte-Neulinge empfiehlt sich das Doppel-Album durchaus als Einstiegsdroge. Contes unverkennbarer Mix aus Jazz, Tango, Latin, Tarantella, Klezmer und nachtschwarzer Poesie wird von der 15-köpfigen Band mit maximalen Klangfarbenreichtum und einem Höchstmaß an Ökonomie in Szene gesetzt, die Arrangements sind luftig und dynamisch, der Meister in bester Spiel- und Grummellaune. Ein Schatzkistchen!
 
CD: 22,99€
LP: 39,99€
Live In Caracalla - 50 Years Of Azzurro (live)
 
 
Bryan Ferry Orchestra "Bitter - Sweet"
Roxy Music the Babylon Berlin-Style
Bitter - Sweet
 
 
Einen besseren Zeitpunkt hätte sich Bryan Ferry für dieses Album kaum finden können. Die dritte Staffel der mit Preisen überhäuften Fernsehserie “Babylon Berlin” an deren Soundtrack Ferry mitarbeitete und deren Ästhetik das Album deutlich beeinflusste, ist inzwischen bestätigt und der Sound des Bryan Ferry Orchestras ist, anders als noch beim Vorgänger “The Jazz Age”, bei viel mehr Menschen angekommen. Dabei ist “Bitter Sweet” keinesfalls einfach ein zweiter Teil, denn anders als beim rein instrumentalen Vorgänger von 2012 singt Bryan Ferry bei acht Songs. Der Stil bleibt eine feine Mischung aus Ragtime, Blues und Jazz, das Songmaterial stammt sowohl aus seiner Soloarbeit als auch natürlich aus Roxy Music-Zeiten. Wie kein Zweiter verbindet Bryan Ferry mal wieder Hip- und Coolness mit einem unglaublichen Gefühl für Stil und liefert so die perfekte Verbindung aus Moderne und Vergangenheit. Ein Jazzalbum mit Coversongs aus dem eigenen Katalog, selten ist das so gut gelungen wie hier.
 
CD: 19,99€
LP: 32,99€
Nils Landgren "Christmas With My Friends VI"
Weihnachten in Schweden
Seit jetzt schon zwölf Jahren lädt uns Nils Landgren alle zwei Jahre ein, mit ihm und seinen Freunden ein bisschen Weihnachten zu feiern. Keine Geschenke, nur Musik. Auch bei der sechsten Ausgabe von „Christmas with my friends“ hält er bzw. seine Gäste das hohe Niveau und vor allem die einzigartige Bandbreite: Klassisch oder soulig, Gospel oder Pop, Blues oder Jazz, Musik von Bach bis Abba. Musik, die eine fröhliche Weihnachtsstimmung verbreitet, ohne dabei in Klischees zu verfallen. Mittelpunkt dabei sind natürlich die Stimmen, die wieder einmal wunderbar zusammenpassen und einen ganzen Reigen Stimmungen erzeugen. Sehr festlich wird es bei der Sopranistin Jeanette Köhn, die schon auf Astrid Lindgrens Beerdigung sang und in Schweden mehrfach ausgezeichnet ist. Daneben glänzt die bitter-süße Soulstimme von Ida Sand beim bluesigen „Merry Christmas Baby“ oder auch dem Dave Grusin Song „Who comes this night“. Für die leichten Töne mit feinem Jazz-Flow ist Jessica Pilnäs zuständig und die dunklen Gospeltöne übernimmt Sharon Dyall. Nur wer soll denn nun den Abba-Song der Platte singen? Das übernimmt lässig lächelnd Nils Landgren selber. Auch dieser sechste Teil ist eine wunderbare Weihnachtsmischung aus einem Guss. Vielen Dank Nils.
 
CD: 19,99€
LP: 24,99€
Christmas With My Friends VI
 
 
Jakub Jozef Orlinski "Anima Sacra"
Ein neuer, hell leuchtender Stern am Countertenor-Himmel
Anima Sacra
 
 
Einem Breakdancer und einem Countertenor in Personalunion begegnet man eher selten. Der polnische Countertenor Jakub Józef Orlinski ist in beiden Künsten erfolgreich. Bleiben wir bei der Musik: Eine Ausbildung an der New Yorker Juilliard School, Opernpreise, beste Kritiken berühmtester Rezensenten, umjubelte Konzerte unter anderem in der New York Carnegie Hall oder London: Allein das würde schon reichen, einen jungen Opernsänger als erstklassigen Shooting Star zu bezeichnen. Aber dem ist er schon fast entwachsen. Die geistige und körperliche Vielfalt des 28-Jährigen überträgt sich unmittelbar auf sein imposantes stimmliches Erscheinungsbild. Nie übertreibt Orlinski im Ausdruck und lässt auch schlichter Gestik Raum. Viel Volumen und eine schillernde Farbigkeit prägen seine außergewöhnliche Stimme. Er selbst bezeichnet sich gern als „Lebensreisender“, dem das Unterwegssein in der Welt immer neue Energie verleihe. Unterwegs ist Jakub Józef Orlinski bei seinem zweiteiligen Debütalbum „Anima Sacra“ mit dem Ensemble Il pomo d’oro mit wahren Raritäten und Weltersteinspielungen aus den Federn spätbarocker Komponisten der neapolitanischen Schule wie Domènec Terradellas, Domenico Sarro, Francesco Feo, Gaetano Maria Schiassi, Francesco Durante und Francesco Nicola Fago sowie außerdem Johann Adolf Hasse und Jan Dismas Zelenkas. Aus Fagos wenig bekannter Oper „Il Faraone Sommerso“ aus dem Jahr 1709 singt Orlinski die Arie „Alla Gente a Dio Diletta“. Unter den Sakralwerken ist auch die Arie „Mea Tome“ aus Hasses Oratorium „Sanctus Petrus Et Sancta Maria Magdalena“ sowie ein Ausschnitt aus Zelenkas „Gesu al Calvario“.
 
CD: 19,99€
LP: 26,99€
Colter Wall "Songs Of The Plains"
Sowas von Country: Der dritte Streich des Youngsters klingt archetypisch
Es ist ziemlich schwierig, ein neues Colter-Wall-Album zu besprechen und nicht sämtliche Country-Klischees auszupacken - eben weil der Kanadier sie alle bedient: Tiefe Marlboro-Mann-Stimme, mindestens 50 Jahre älter als ihr Besitzer, gegerbt von unendlich vielen Zigaretten. Einsamer Cowboy am Lagerfeuer, klagende Harmonika im Hintergrund, jammernde Steel-Guitar zu rudimentären Gitarrenakkorden. Story-Songs im Schritt-, Trab- und Galopp-Modus, die Titel wie “Plain to see Plainsman”, “Wild Bill Hickock” oder “The Trains Are Gone” heißen und von rastlosen, einsamen Typen erzählen, die ständig mit irgendwem oder irgendwas ringen müssen und meistens den Kürzeren ziehen. Fehlt bloß noch, dass das Pferd schnaubt. Die Frage, ob “Songs of the plains”, das dritte Album des 28-jährigen Prärie-Barden, trotz oder gerade wegen all dieser archetypischen Stereotypen so großartig ist, wird allein durch die Qualität von Colter Walls Songwriting und Peformance ad adsurdum geführt: Dass hier ist guter, klassischer, absolut glaubhafter Stoff, der einen tief berühren kann, sobald man den ganzen Cowboy-Quatsch genug beschmunzelt hat.
 
CD: 19,99€
LP: 24,99€
Songs Of The Plains
 
 
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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