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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2020/22)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

normalerweise würden wir euch in diesem Newsletter vor Pfingsten etwas schreiben über fünfte Jahreszeit und Spaß haben usw. Nun leben wir ja alle gemeinsam und sogar weltweit seit geraumer Zeit in einer fünften Jahreszeit und vieles ist anders. Was bleibt ist das Musikhören und Kulturgenießen zu Hause, auch diese Woche wollen wir euch dabei mit unseren Empfehlungen helfen.
Was auch gleich bleibt sind unsere vorläufigen Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11:00 - 18:00 Uhr und Samstags 9:30 - 16:00 Uhr. Das funktioniert anscheinend für euch und uns gut, deshalb halten wir bis auf weiteres daran fest. Man braucht ja auch ein bisschen Stabilität ;-)

beste Grüße und ein musikalisches, langes Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Sierra Hull "25 Trips"
Die Zukunft des Bluegrass ist jung und weiblich
Während die meisten Musiker*innen ihr kärgliches Auskommen in normalen Zeiten mit dem endlosen Touren durch kleine Bars und Clubs finanzieren, machte die heute 28-jährige Sängerin, Songschreiberin, Mandolinen-Virtuosin und Multiinstrumentalistin Sierra Hull von Anfang an keine halben Sachen: Bereits mit 10 Jahren debütierte sie in der Grand Ole Opry, mit 12 spielte sie in der Carnegie Hall, ein Jahr später unterschrieb sie - oder wohl eher ihre Eltern - beim renommierten Roots-Music-Label Rounder Records. Dort veröffentlicht das einstige Wunderkind nun ihr viertes Album "25 Trips" - und das ist weit mehr als nur eine mandolinenlastige Folk-Scheibe. Obwohl die 13 überwiegend selbst verfassten Songs fast ausschließlich mit akustischen Instrumenten eingespielt wurden, überrascht Mrs Hull mit jeder Menge Pop-Appeal, überführt sie ihre Bluegrass-Wurzeln doch in elegante, raffinierte Kompositionen, welche die Standard-Harmonien des Country-Genres weit hinter sich lassen. Nicht nur stimmlich drängt sich der Vergleich mit Alison Krauss auf, doch auch den Einfluss des Bluegrass-Jazzers Bela Fleck meint man im herrlich versponnen Titelsong herauszuhören, während eine Ballade wie "Everybody's Talking" in ihrer melancholischen Schönheit schon heute klingt wie ein Klassiker. Neben Sierras klarer, heller Stimme, mit sie ihre vielschichtige, selbstreflektierende Lyrik singt, steht ihr unfassbar vielseitiges und feinnerviges Spiel auf diversen Mandolinen und Gitarren im Zentrum der Musik, wobei sie konsequent auf effekthaschende Fingerakrobatik verzichtet. Musiker wie der Kontrabassist Viktor Krauss (Bruder von Allison), Fiddler Alex Hargreaves oder der Wood-Brothers-Drummer Jano Rix tragen das Ihre zum Gelingen dieses etwas anderen Folk-Albums bei.
 
CD: 19,99€
LP: 39,99€
25 Trips
 
 
Nelia Safaie "Songs From Lands Of Silence"
Die Iranerin singt ergreifende Oden an die Hoffnung
Songs From Lands Of Silence
 
 
Eine Sängerin, Songschreiberin und Multiinstrumentalistin aus dem Iran: Allein dies ist bemerkenswert in einem Land, in dem es für eine Frau lebensgefährlich sein kann, sich in der Öffentlichkeit unverschleiert zu zeigen, in dem die Aussage einer Frau vor Gericht nur halb so viel zählt wie die eines Mannes (falls sie überhaupt angehört wird), in dem Frauen von vielen Berufen ausgeschlossen sind, in dem Vergewaltigung und andere Gewalt in der Ehe nicht strafbar ist - die Liste der Diskriminierungen ließe sich noch lange fortsetzen. Trotzdem ist "Songs from lands of silence", das Debüt-Album von Nelia Safaie, keine Anklage, sondern ein Manifest der Hoffnung. Die größtenteils selbst komponierten Lieder der Musikerin, über die leider nur wenig biografisches zu erfahren ist, wurzeln tief in der arabischen Musiktradition, fließen in einem ruhigen, meditativen Tempo dahin und erzählen in zarten persischen Versen von neuen Morgen, brennender Sehnsucht und Liedern, die aus Ruinen emporsteigen. Ihren strahlend sehnsüchtigen, anmutig tänzelnden Gesang begleitet Nelia auf verschiedenen arabischen Langhalslauten wie der Baghlama, der Setar oder der Tar. Hinzu kommen orientalische Perkussioninstrumente wie die Duduk, hier und da eine Flöte, sowie ein Kontrabass: Musik voll stiller Kraft und bezaubernder Schönheit. "Das ist alles was ich tun kann", singt sie: "Die Welt einladen, eines Tages deine Schönheit zu betrachten, mein Land!"
 
CD: 19,99€
Black Ark Players "Black Ark In Dub / (Black Ark Vol. 2)"
Schräge Schätze aus Lee “Scratch” Perrys Jamaikanischer Reggae-Schmiede
Musikalische Ausgrabungen fördern nicht immer die schönsten Funde aus den Untiefen der Archive zutage. Handelt es sich dabei aber um Töne und Tracks aus den Black Ark Studios von Lee “Scratch” Perry, dann ist es zumindest immer spannend, was denn dort im Sediment aus Sand und Asche drohte, verschollen zu gehen. Und so reibt man sich bei dem Album “Black Ark In Dub” auch gehörig viel Sand (und Asche!) aus den Ohren ... und genießt verblüfft die seltsamen und zum Teil recht kruden Dub-Versionen im karibischen Off-Beat-Gewand. Ok, manch einer der Titel - wie z.B. “Money” - ist vielleicht nur mit einer gehörigen Portion Humor in Tüten zu ertragen, liefert aber einen herrlich ehrlichen Einblick in ziemlich bekiffte Klangkonstruktionen. Die zweite CD “Black Ark Vol. 2” kümmert sich teils um alternative Versionen nicht unbekannter Hits wie “How Deep Is Your Love” (Bee Gees) oder “I Am ... I Said” von Neil Diamond und andererseits um ein paar schöne Takes wunderbarer Reggae-Klassiker aus den Black Ark Studios. Allesamt im typischen Sound von Perrys 1970er Produktionen. Fröhlich grummelnde Bässe, sonnige Melodien und natürlich der Original-Reggae-Groove machen “Black Ark In Dub” und “Black Ark Vol. 2” nicht nur zu einer kleinen Geschichtsstunde in Sachen Lee “Scratch” Perry, sondern ebenso zu einer genussfähigen Sommer-Platte für die heimische Terrasse (oder Balkon, oder Fahrrad, oder Auto, oder ...) - Hauptsache, man nimmt das Leben damit ein wenig leichter, was im Selbsttest schon richtig gut funktioniert ... Irie!
 
CD: 19,99€
LP: 19,99€
Black Ark In Dub / (Black Ark Vol. 2)
 
 
Frazey Ford "U Kin B The Sun"
Der sinnliche Folk-Funk der Kanadierin strebt nach Höherem
U Kin B The Sun
 
 
Bereits auf ihrem letzten, ganz hervorragenden Album "Indian Ocean" von 2014 wendete sich Frazey Ford ganz entschieden dem Soul zu, wobei es ihr auf faszinierende Weise gelang, den erdigen, stark an Willie Mitchells Produktionen für Al Green und Ann Peebles orientierten Memphis-Sound mit ihrem extrem individuellen Songwriting- und Gesangsstil auf höchst organische Art und Weise zu kombinieren. Auf "U kin B the sun" geht Ford diesen Schritt noch weiter: Ein entspannter, trocken-warmer Funk-Groove liegt so gut wie allen diesen elf neuen Songs zugrunde - und doch ist dies alles andere als eine ausgelassene Dance-Platte. Anstatt ihren mit den Be Good Tanjas kultivierten folkigen Songwriter-Background zu verleugnen, nimmt sich die Kanadierin einfach das Beste aus beiden Welten und schafft eine Musik, die so beseelt und sexy daherkommt wie eine knisternde Southern-Soul-Single aus den Siebzigern, dabei aber eine poetische Sensibilität an den Tag legt, die man normalerweise eher im klassischen Singer-Songwritertum findet. Frazey Fords charakteristischer Flatter-Sopran mäandert mit der Leichtigkeit eines Schmetterlings über den verhalten köchelnden Grooves und warmen Harmonien ihrer Band, doch ehe man sich versieht, packt sie einen im tiefsten Inneren. Frazey Ford singt vom Aufbruch zu neuen Ufern und der nie endenden Suche nach etwas Höherem, einer tieferen Bedeutung: "Some folks live for money/ some folks want their time/ I just like to spend my days seeking the devine". Solange solch beseelte Musik dabei herauskommt, bleibt der Weg das Ziel.
 
CD: 19,99€
LP: 22,99€
Film "Pavarotti"
Dokumentarfilm über den Jahrhundert-Tenor
Genie, Entertainer, Superstar: Luciano Pavarotti eroberte mit seiner Jahrhundertstimme und einzigartigen Ausstrahlung die Bühnen der Welt und Millionen Herzen im Sturm. Seine Leidenschaft, sein Witz und Charme, machten die Oper wieder populär. Der Oscar prämierte Regisseur Ron Howard setzt dem unvergesslichen Sänger mit dieser Dokumentation ein Denkmal und zeichnet anhand privater, teils bisher unveröffentlichter Aufnahmen, ein faszinierendes und intimes Porträt des Ausnahmekünstlers. Darin lässt er Familie, Freunde und Fans des berühmten Tenors sowie namhafte Weggefährten wie José Carreras, Plácido Domingo, Bono und Prinzessin Diana zu Wort kommen. „Pavarotti“ ist ein umfassendes, kurzweiliges und emotionales Porträt. Durch die Aussagen der vielen Wegbegleiter und die privaten Aufnahmen entsteht ein authentisches Bild des Sängers. Es ist ein Film für eine große Zuschauerschaft – ganz so, wie Luciano Pavarotti stets die Oper verstand: als Musik für ein breites Publikum.
 
DVD: 14,99€
Pavarotti
 
 
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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