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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2018/45)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

wir präsentieren euch - natürlich neben unseren dieswöchigen Empfehlungen auf Tonträger - in der kommenden Woche jede Menge spannende Livemusik im :
Gleich heute, 9.11.2018 startet das mit dem Warm Up in Erlangen. Zwei Acts aus London sind in unserer schönen Stadt: Blue Lab Beats und Joe Armon-Jones. Wenn ihr modernen Jazz mögt, ist das ein Pflichttermin.
Am Dienstag, 13.11.2018 ist es Zeit für die Psych-Prog-Metal-Country-Jazz-Rocker . Kenner (sogenannte Psychonauts) schnalzen jetzt schon mit der Zunge, aber wer weiß, vielleicht wird ja der ein oder andere von euch dazu, selten war die Gelegenheit so gut wie kommenden Dienstag.
Und dann noch am Donnerstag, 15.11.2018, , also Retro Soul vom allerfeinsten. "Zwischen treibenden Motown-Grooves, knackigem Psychedelic-Funk und schwülstigen Falsett-Balladen lotet Curtis Harding die Möglichkeiten einer Musik aus, die sich zwar altbewährter Tugenden bedient, dabei aber selbstbewusst genug ist, um ein eigenständiges Statement zu schaffen." schrieben wir in diesem Newsletter über sein zweites Album "Face Your Fear". Leute, Livemusik ist toll, geht hin!

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks, Peter "Point" Gruner & Julien Fertl
Rosanne Cash "She Remembers Everything"
Miss Cash überzeugt mit bitter-süßen Songs und den richtigen Partnern
Es ist eine alte Weisheit: Talent allein genügt selten für den Erfolg und auch der richtige Nachname allein ist noch keine Goldgrube. Man muss auch die richtigen Leute kennen. Die kennt Rosanne Cash zweifellos: Wenn man T-Bone Burnett, Kris Kristofferson, Elvis Costello und Sam Philips als Co-Autoren hat, dann ist man in Punkto Songwriting schon mal auf der sicheren Seite. Den größten Teil des Materials auf “She Remembers Everything” hat Miss Cash allerdings zusammen mit ihrem Ehemann, Produzenten und Multi-Instrumentalisten John Leventhal geschrieben. Eine glückliche Kombination: Cashs inhaltsschwere, lebensweise Lyrik findet in diesen frei zwischen Folk, Songwriter-Pop und Country mäandernden Songs den fruchtbaren Boden den sie braucht, um ihre volle Schönheit zu entfalten. Cash singt von den wenigen Dingen, für die es sich zu kämpfen lohnt, vom unentdeckten Land zwischen Frauen und Männern und den Dingen die einen Menschen für immer verändern. Luftig und mit viel countryesken Twang produziert , ist “She Remembers Everything” ein reifes Album voll von dunkler Schönheit geworden, das vor allem durch Rosanne Cashs klare, starke Stimme getragen wird.
 
CD: 19,99€
LP: 26,99€
She Remembers Everything
 
 
Phosphorescent "C'est La Vie"
Space Country Kraut - gibt’s nicht? Dann hört euch das mal an - It’s magic!
C'est La Vie
 
 
Wir versuchen ja gerne vergleichende Namen nicht so prominent zu erwähnen, aber Matthew Houck aka Phosphorescent lässt auf seinem neuen Album “C’est La Vie” so viele subtile Anklänge aufblitzen, dass man kaum drum rum kommt, diese auch zu nennen. So schwebt er neo-hippie-esk wie Jonathan Wilson durch manche Songs, erinnert im Gesang und in grooviger Flockigkeit dann wieder an Paul Simon oder Cat Stevens oder Lambchops Kurt Wagner (ja, sogar mit gefühlvollem Vocoder-Einsatz) und lässt fast nebenbei eine lockere Pop-Hymne mit “New Birth In New England” erstrahlen - die schraubt er allerdings nicht mit Strophe, Refrain, Strophe, Refrain usw. einfach zusammen, sondern schickt uns mit Pedal-Steel-Feeling und einem gehörig entspannt fliegenden Zwischenstück ganz weit weg, um inklusigve weiblichen Background-Chor der Nummer wieder zu Bodenhaftung und echter Ohrwurm-Qualität zu verhelfen. Überhaupt merkt man der Platte an, dass sie in seinem eigenen und ganz neuen Studio in Nashville aufgenommen wurde. Nicht nur, dass sich eben jene Pedal-Steel wie ein sanft wabernder roter Faden durch das ganze Album webt, auch seine sonstigen kompositorischen Fähigkeiten nebst filigraner Arrangements spulen sich dermaßen ausgereift und mit Gefühl ins Ohr, dass man sofort mehr will. Mehr schwebende Sounds, mehr schöne Melodien, mehr Phosphorescent! Und das bekommt man auf 46 Minuten Länge in allen Facetten: Von Space-Country bis Ambient-Kraut-Pop schafft der Amerikaner eines der ersten wirklich großen Alben des noch jungen Herbstes!
 
CD: 19,99€
LP: 22,99€
Christina Pluhar "Himmelsmusik"
Himmlische Reise in den glanzvollen Frühbarock
Jedes Kunstwerk entstehe technisch so, wie der Kosmos entstand, sagte der russische Maler und Theoretiker Wassily Kandinsky einmal. Nämlich durch Katastrophen, die aus dem chaotischen Gebrüll der Instrumente zum Schluss eine Sinfonie bildeten, die Sphärenmusik heiße. Die mathematischen Regeln der Musik unterstützen diesen Vergleich und, blickt man zurück in die Zeit der Alten Musik, dann galt die Musik von jeher als klingendes Abbild der Himmelserscheinungen und Bewegungen der Gestirne. Die große Grenzgängerin der Alten Musik Christina Pluhar und ihr Ensemble L’Arpeggiata wählten aus diesem Grund den Begriff „Himmelsmusik“ für ihr aktuelles Album. Und sie luden zur Unterstützung eine wahren „Stern“ des Sängerkosmos, den Countertenor Philippe Jaroussky, für dieses Album ein. Wie gewohnt erweitert Pluhar mit Anleihen aus dem Jazz, der Folk-Musik sowie Improvisationen und Bearbeitungen barocker Vorlagen mit zeitgenössischen Mitteln die wunderbaren Stücke von Johann Sebastian Bach und Heinrich Schütz. Mit Werken der Schütz-Schüler Johann Theile und dem in Schweden und in Dresden einst populären Christian Ritter sind aber auch etliche Repertoireraritäten unter den eingespielten Stücken. Nur wenig bekannt ist auch die Musik des Rudolstädter Hofmusikers Philipp Heinrich Erlebach, des Organisten und Vorgängers von Dietrich Buxtehude in Lübeck Franz Tunder sowie des aus Mühlhausen stammenden Johann Rudolf Ahle.
 
CD: 19,99€
Himmelsmusik
 
 
Karin Rabhansl "Tod & Teufel "
Goodbye Ringelstrümpfe: Die Niederbayerin entdeckt ihre dunkle Seite
Tod & Teufel
 
 
Musikalische Neuerfindungen sind immer ein Wagnis - weil man garantiert einige alte Fans verliert und sich nie sicher sein kann, ob man dafür neue gewinnt. Für die in Nürnberg lebende Niederbayerin Karin Rabhansl müsste es allerdings schon mit dem Teufel zugehen, sollte sich der gewagteste Schritt in ihrer bisherigen Karriere nicht auszahlen. Obwohl: Genau genommen geht es auf “Tod & Teufel” ziemlich teuflisch zu, schließlich hat die einst so frisch-frech-fröhlich daherkommende Songschreiberin (Markenzeichen: bunte Ringelstrümpfe) ihre Seele an den Satan verkauft. Ein schlechter Deal, wenn man dem Song “Wenn I doad bin” Glauben schenkt, aber auf alle Fälle ein guter in musikalischer Hinsicht. Rabhansl und ihre Band sind härter, düsterer und aggressiver geworden. Gleich der Opener “Wenn’s dir a Freid mocht”, eine bayerische Version von Sheryl Crows “If it makes you happy”, ist ein Brett: Satter Midtempo-Groove, dicke Gitarren und eine Karin, für die der eh schon doofe Begriff “Liedermacherin” hier endgültig ausgedient hat - hier schmettert eine Rocksängerin mit Kraft, Volumen, Seele und Attitüde! Rabhansl singt zu krachendem Rock, teils krummen Takten, düster-experimentellen Sounds und gespenstischen Balladen von Tod, Teufel, Alter, Einsamkeit, Irrlichtern und verlorenen Seelen - eine Dämonenplatte mit durchweg starken Songs, packenden Texten und einer entfesselt aufspielenden Band. Ein künstlerisches Abenteuer und ein gewaltiger Schritt nach vorne.
 
CD: 19,99€
LP: 22,99€
Richard Thompson "13 Rivers"
Der Hexer lässt nicht locker: 13 neue Offenbarungen des Meistergitarristen
Richard Thompson ist einer meiner absolut liebsten Gitarristen, Sänger und Songwriter, aber ich höre ihn zugegebenermaßen nicht allzu oft. Warum? Weil Thompson zuzuhören oft genug einer Grenzerfahrung gleicht. Es gibt so viel Musik, die einen weitgehend in Ruhe lässt, die einen nicht bei der Arbeit stört und in etwa die gleiche Funktion erfüllt wie eine Duftkerze: Sie trägt zur Atmosphäre im Raum bei, nicht mehr, nicht weniger. Richard Thompson lässt das nicht zu, fordert vielmehr deine ganze Aufmerksamkeit, wühlt mit seiner schneidenden, wütenden, sengenden und brennenden Gitarre in deinen Eingeweiden, reißt dir mit seiner erhabenen, trotzigen Stimme das Herz heraus, zielt mit seinen eloquenten, dunkelgrauen Songs genau auf dein emotionales Zentrum und zieht dir im Handumdrehen den Boden unter den Füßen weg. Jetzt hat der alte Hexer mal wieder eine neues Album auf den meterhohen Stapel seines ausufernden Euvres gelegt und natürlich ist das für Thompson-Jünger wie mich genauso unverzichtbar wie alle anderen seiner Platten, während es den großen Rest der Welt vollkommen kalt lassen wird. 13 neue Songs aus den dunklen Kammern des Herzens, wie immer virtuos schlingernd zwischen very british Folk, Blues und harschem Songwriter-Rock’n’Roll, wie immer meisterhaft komponiert und mit trockender Geradlinigkeit mit seiner dreiköpfigen Stammband in Szene gesetzt.
 
CD: 19,99€
LP: 22,99€
13 Rivers
 
 
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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