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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2020/08)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

bevor wir zu unseren dieswöchigen Empfehlungen kommen, noch ein bisschen was für euren Terminkalender:

Nächsten (Faschings-)Dienstag, 25.2.2020 haben wir von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr geöffnet. Ihr könnt euch also den ganzen Nachmittag verkleiden... müsst aber nicht.
Vormerken solltet ihr euch bitte Freitag, 13.3.2020. Da ist um 19:00 Uhr unser 5. Feierabendsingen, diesmal mit Peat Zeitler und dem schönen Thema "Ladies' Songs".
Am 28.3.2020 um 15:00 Uhr ist anlässlich des von Nils Frahm initierten Piano Days Tara Nome Doyle bei uns zu Gast und stellt ihr aktuelles Album "Alchemy" bei einem Plattenladenkonzert vor. Abends ist sie dann im Erlanger E-Werk ab 20:00 Uhr auf der Kellerbühne.

Es ist also ganz schön was los im Plattenladen ;-)

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Nathaniel Rateliff "And It's Still Alright"
Kraftvolle Katharsis zwischen Folk, Country und R&B
Ehe kaputt und langjähriger Freund verstorben - für Nathaniel Rateliff kam in letzter Zeit viel Ungemach zusammen. Kein Wunder also, dass “And it’s still alright”, das erste Soloalbum ohne seine Band The Night Sweats seit knapp sieben Jahren, wesentlich ruhiger und introvertierter klingt, als die Vorgängeralben. Der dampfende, bläserlastige Soul und Rhythm & Blues, der über die vergangenen Jahre zum Markenzeichen des US-Amerikaners geworden ist, macht hier mal Pause. Von Rateliffs Qualitäten als Folk-inspirierter Singer-Songwriter konnte man sich bereits bei den Akustik-Parts der Night-Swifts-Konzerte überzeugen, hier kann man sie nun auf Album-Länge bestaunen. Um des Sängers Akustik-Gitarre und mächtige Stimme gruppiert sich lose ein sparsam eingesetztes semi-akustisches Instrumentarium aus Bass, E-Gitarre, Pedal Steel, Orgel, Piano, Streichern und gelegentlichen Drums, musikalisch vollzieht Rateliff einen großen Schritt weg vom Soul hin zu Folk und Country. Liebe, Verlust und Durchhaltewillen sind die Themen dieser zehn Songs, die den traurigen Inhalten und der zurückhaltenden Instrumentierung zum Trotz erstaunlich packend und kraftvoll daherkommen. Eingängigkeit, gepaart mit emotionaler Tiefe und einer aus Schmerz geborenen Kraft - wieder einmal zeigt sich, wie ein begnadeter Künstler aus seinen persönlichen Katastrophen erhabene, aufbauende, tief berührende Musik formen kann. Wunderschön!
 
CD: 17,99€
LP: 22,99€
And It's Still Alright
 
 
Puss N Boots "Sister"
Norah Jones und ihre Freundinnen mit einem nonchalanten Alt-Country-Album
Sister
 
 
Seit Norah Jones im Jahre 2002 ihr unfassbar erfolgreiches Debüt “Come away with me” auf dem Jazzlabel Blue Note veröffentlichte, wird sie das Etikett “Jazzsängerin” nicht mehr los. Wir wollen hier nicht rumschlaumeiern und all die Folk-, Country- und Blues-infizierten Alben und Nebenprojekten der unglaublich vielseitigen Sängerin, Songschreiberin, Pianistin und Gitarristin herunterbeten, denn auch “Sister”, das dritte Album ihrer Alternative-Country-Band “Puss N Boots” (eine selbst- und sexbewusste Anspielung auf den amerikanischen Titel des Märchens vom Gestiefelten Kater) wird daran nichts ändern. Aber was heißt hier “ihre” Band? Sind Puss N Boots doch ein gleichberechtigtes Trio, welches neben der hier singenden, Gitarre und Schlagzeug spielenden Norah Jones aus Sasha Dobson (Gesang und Bass) und Catherine Popper (Gesang und Gitarre) besteht - die Songs und den Leadgesang steuern alle drei zu etwa gleichen Teilen bei. Dabei versprüht “Sister” einen unbekümmerten Garagen-Charme und gerade die schlichte, uneitle Ökonomie, mit der die Drei ihre Songs eingespielt haben, macht den Charme des Albums aus. Herrliche dreistimmige Gesangsharmonien, clevere, lebensweise Texte, eingängige Melodien, jede Menge Country-Twang, Sixties-Pop-Harmonien und am Ende ein paar mit Bedacht ausgewählte Cover, unter anderem von Tom Petty und Dolly Parton, machen “Sister” zu einem gleichermaßen entspannten wie unterhaltsamen Vergnügen. Und nein, mit Jazz hat auch dieses Norah-Jones-Nebenprojekt rein gar nichts zu tun.
 
CD: 19,99€
LP: 27,99€
Gil Scott-Heron "We're New Again - A Reimagining By Makaya Mccraven"
Das letzte Album des großen Poeten in einer aufregenden Neu-Interpretation
Man könnte es mutig nennen oder dreist: Egal was man von Neu-Interpretationen ganzer Alben halten will, sie ist in jedem Fall ein großes Wagnis. Wenn der Schlagzeuger und Beat-Philosoph Makaya McCraven nun eine neue Fassung von Gil Scott - Herons letztem, zehn Jahre altem Album “I’m New Here” vorlegt, dann lehnt er sich ziemlich weit aus dem Fenster, schließlich gilt der Musiker und Straßenpoet nicht nur als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der afroamerikanischen Musik und als Vordenker des Rap, auch schätzen viele sein finales Werk als eines seiner besten. Doch McCraven stürzt nicht ab, sondern hebt in ganz neue Höhen ab. Die Grenzen zwischen Remix und Neueinspielung sind hier fließend: Gil Scott - Herons dunkel grollende, zwischen Spoken Word und expressiver Blues-Phrasierung changierende Stimme wird in einen vielschichtigen Jazz-Funk-Kontext gebetet, die eher ruhige Stimmung des Original-Albums erhält durch die trockenen, synkopierten Funk-Beats und jazzigen Instrumental-Kollagen einen doppelbödigen, unruhig brodelnden Unterton. Erstaunlicherweise klingt “We’re New Again” mehr wie eine Kollaboration, denn wie ein posthumer Remix, bleibt Scott - Herons Persönlichkeit und Poesie allen brillanten neuen Einfällen zum Trotz doch stets der Fixpunkt des Geschehens. Es ist freilich immer bekloppt, für Tote zu denken, doch in so einem Fall ist es fast unmöglich sich nicht zu fragen, was der 2011 vertorbene Meister vom Neuanstrich seines Albums halten würde. Ich glaube, wir können davon ausgehen, er würde es lieben.
 
CD: 19,99€
LP: 22,99€
We're New Again - A Reimagining By Makaya Mccraven
 
 
A Girl Called Eddy "Been Around"
Baden in Retrocharme
Been Around
 
 
Absolut überschwenglich schwärmt der Stern: “Wo war sie bloß, diese wunderbare Sängerin und Songwriterin Erin Moran? Vor rund 15 Jahren veröffentlichte sie ihr Solo-Debüt als A Girl Called Eddy, erst jetzt kommt der Nachfolger. Doch der ist das lange Warten wert. Ein Retropop-Meisterwerk....Zurück zu «Been Around» - zu einer Platte, die mit opulenten, aber nie überladenen Arrangements und Songs voller Anmut und Melancholie brilliert. Piano- und streicherverzierte Balladen in Burt-Bacharach-Manier wie «Big Mouth», «Charity Shop Window», «Lucky Jack» oder vor allem das Album-Highlight «Finest Actor» (mit einer Art Cembalo) berühren auch textlich sehr - also gern wie bei einem 60er-Jahre-Filmmelodram Taschentücher bereitlegen....[]
 
CD: 19,99€
LP: 22,99€
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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