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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2019/37)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

einige von euch haben sich ja schon Sorgen gemacht, ob wir überhaupt noch irgendwann neue Texte schreiben und neue Platten empfehlen. Die Antwort heißt natürlich, ja sehr gerne und jetzt, wo auch die bayerischen Schulferien vorbei sind, für viele der normale Alltag wieder anfängt und auch wir (vorerst) wieder in ganz normaler Besetzung arbeiten, geht es auch wieder los.
Und natürlich sei an dieser Stelle auch nochmal auf den 27.9.2019 hingewiesen: An diesem letzten September-Freitag wird unser 4. Feierabendsingen sein und vier Tage nach seinem 70. Geburtstag ist das Thema natürlich klar, it's Bosstime! Wir singen Bruce Springsteen Songs und wir freuen uns sehr auf die Songs und auf euch. Wie es läuft wisst ihr ja schon: um 19:00 Uhr geht's los, Getränke und gedruckte Texte haben wir, Spaß und Stimmen ihr. Der Eintritt ist wie immer frei.

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks, Peter "Point" Gruner & Julien Fertl
The Soft Cavalry "The Soft Cavalry"
Ein romantischer Shoegaze-Traum oder der beste Dreampop seit Bestehen des Genres ... ?!
So klingt es also, wenn die unglaubliche Rachel Goswell (Slowdive) mit ihrem Mann Steve Clarke Musik macht. Und schwupps, hat mich ihre Stimme schon wieder gefangen und ich muss augenblicklich das Schreiben einstell... Das geht mir jetzt seit 27 Jahren so! Immer, wenn diese Frau singt, bin ich abgelenkt und will ungestört dieser sanft gekörnten Sandpapierstimme lauschen - am liebsten ewig - sogar wenn sie “nur” die zweite Stimme gibt. “Sie wollen eine Platte kaufen? Hm ja, später bitte ... Rachel Goswell singt doch noch!” Ob Slowdive, Minor Victories, American Football oder jetzt eben das “Familienalbum” von The Soft Cavalry, dass mit ein paar wenigen Gästen und Steves Bruder Michael in dessen Haus aufgenommen wurde, enttäuscht wurde ich bisher noch nie. Mit großer Hingabe lotet die Band alle Untiefen des Genres aus und lädt uns ein, gleich im ersten Song (“Dive”) mit ihr abzutauchen. Und anders, als auf vielen anderen Tonträger dieser Kulör, verharrt sie nicht in der gleichförmigen Sämigkeit des Kathedralen-Sounds. Ok, der Gesang bleibt zumeist hintergründig und nebulös (besonders wenn Rachel singt ;-) aber ansonsten umspielen sich vollmundig aufbrandende Wucht, latente Dramatik und introvertierte Selbstreflexion und geben vielleicht Impulse, sich mit dem Leben, der eigenen Geschichte oder der Familie und all den dazu gehörigen Emotionen, Bildern und Erinnerungen auseinander zu setzen. Ja, das Album geht tief, vielleicht sogar sehr tief, doch niemals wirkt es dabei zu dick aufgetragen oder gar kitschig. Und flotte, flippige Tanz-Nummern gibt es definitiv auch nicht! The Soft Cavalry reitet zwar spät durch Nacht und Wind - aber im schleppenden Zeitlupen-Tempo ... Es ist eines dieser Alben, das in zeitlos melancholischer Schönheit überdauern wird!
 
CD: 19,99€
LP: 29,99€
The Soft Cavalry
 
 
Bibi Ahmed "Adghah"
In den sandigen Fußstapfen des Tuareg-Blues
Adghah
 
 
Wenn die Schatten länger werden und man in der Ferne schemenhaft eine Karawane durch die flirrenden Dünen aus 1001 Ockerfarbe wandeln sieht; wenn der zuckersüße Tee zum xten Mal aus über einem Meter Höhe zielsicher den Boden des winzigen Glases trifft und ein lieblicher Duft von Weihrauch die Oase durchweht, dann ist es Zeit für die Musik von Bibi Ahmed; dann nimmt er seine Gitarre und streichelt ihre Saiten und versetzt nicht zuletzt auch seine Hörerschaft in meditative Zustände ... Selbst wenn man gerade nicht vor Ort ist und sein Debüt-Album “Adghah” nur als Konserve aus den Boxen rieselt wie feinkörniger Wüstensand, schickt die Musik den Geist auf Reisen und malt die zauberhaftesten Bilder einer fernen Kultur in einem fernen Land. Nicht erst seit Bombino, der ebenso wie Bibi Ahmed aus Agadez stammt, schafft es der akustische Tuareg-Blues immer wieder diese spezielle Stimmung zu erzeugen. Es kommt ein Gefühl von Unendlichkeit auf. Von der unendlichen Weite der Wüste bis zur unendlichen Tiefe des Geistes - und beides hat vielleicht miteinander zu tun ... aber bevor es jetzt zu esoterisch wird (jaja, der Weihrauch ;-), lege ich euch lieber diesen irgendwie magischen Tonträger ganz nah ans Herz - auf dass er die Seele wärme und den Geist nähre!
 
CD: 19,99€
LP: 26,99€
Soundway / Various "Digital Kabar"
Elektronischer Tauchsieder im musikalischen Schmelztigel des indischen Ozeans
Irgendwo im Indischen Ozean, zwischen Mauritius und Madagaskar, liegt die Insel La Réunion. Immer noch französisches Übersee-Departement, war sie früher geprägt von Zuckerrohr-Plantagen, auf denen - wie sollte es anders gewesen sein - Sklaven unter erbärmlichen Bedingungen schuften mussten. Auch dort hat sich damals eine eigene musikalische Richtung entwickelt, die auf den Plantagen gesungen oder “gespielt” wurde: Maloya. Obwohl unterdrückt von den französischen Herrschern, hat sich Maloya bis heute gehalten und wird immer noch - mittlerweile natürlich aufgemischt durch zeitgenössische Einflüsse - auf der ganzen Insel intoniert. Trancehafte Polyrhythmen, repetetiver Gesang und minimale Melodien prägen diesen Stil und was würde dazu besser passen, als elektronische Begleitung. So haben wir mit dem Sampler “Digital Kabar - Electronic Maloya From La Reunion since 1980” einen herausragend groovendes Zeitdokument, dass eindrucksvoll die verschiedenen Einflüsse der Maloya-Musik auf einen gemeinsamen Nenner bringt. Egal ob arabische, schwarz afrikanische oder indische Anteile einen Track bestimmen, immer schmiegt sich die Elektronik organisch an die Sounds, schlängelt sich wie ein ewiger Fluss um die weiten Zuckerrohrfelder, auf denen man glaubt, irgendwie noch immer die Sklaven zu hören, wie sie ihr Leid in Rhythmus und Gesang transformieren, um nicht vollends zu verzweifeln und ein kleines bisschen überlebensstarker Freude zu bewahren. Und so hoffen wir, dass auch euch Rhythmus und Klang in einen trancehaften Zustand des Glücks versetzen - viel Spaß!
 
CD: 19,99€
LP: 24,99€
Digital Kabar
 
 
Dwight Trible "Mothership"
Inspirierender Souljazz von einem weithin unbekannten Altmeister
Mothership
 
 
Der Infotext zu “Mothership” bezeichnet Dwight Trible als “wahrscheinlich einen der unbekanntesten bekannten Jazzsänger dieses Planeten”. Kann man so sagen: Seit Jahrzehnten aktiv in der Jazz Community von Los Angeles, arbeitete er mit Pharoah Sanders, Charles Lloyd oder Bobby Hutcherson, war Vocal Director des Pan-Afrikan Peoples Arkestra von Horace Tapscott und unlängst auf beiden Alben von Kamasi Washington zu hören - der sich hier mit einigen furiosen Saxophon-Soli revanchiert. Trible selbst sagt über sein neues Album: “Ich möchte Liebe als Waffe benutzen” - eine Haltung, die ihn in eine Ahnenreihe mit großen afroamerikanischen Freiheitskämpfern wie John Coltrane, Curtis Mayfield oder Terry Callier stellt. Dwight Trible singt mit kraftvoller, mühelos zwischen Tenor und Bariton wechselnder Stimme so eindrückliche Manifeste wie Oscar Brown Juniors “Brother Where Are You?”, Donny Hathaways “Thank You Master” oder sein eigenes “It’s All About Love”. Dwights Souljazz ist weit, offen und zutiefst spirituell, seine Stimme fliegt mit beeindruckender Wandlungsfähigkeit durch die Oktaven, während die exzellente Band ihn trägt und umspült wie ein wogender Ozean. Und auch wenn Dwight Trible in einer Ballade wie “These Things You Are To Me” seine Crooner-Fähigkeiten unter Beweis stellt, so ist dies kein Easy-Listening-Jazz á la Gregory Porter, sondern zutiefst aufwühlende Musik, die nachhaltig berührt.
 
CD: 19,99€
LP: 29,99€
Film "Frau Mutter Tier"
Interessante Lösungen für den täglichen Wahnsinn
Nun hat auch bei uns die Schule hat wieder angefangen und gerade wer kleinere Kinder hat, weiß, dass das nicht nur lustig ist. Wenn Mann oder Frau dann abends zu Hause ein bisschen lachen will, dann seid ihr hier richtig: Vollzeitmama Marie (Julia Jentsch) hat alles im Griff und gibt immer tausend Prozent: Kindererziehung, Haushalt, Terminplanung mit dem Ehemann, eigentlich kein Problem für die Enddreißigerin, wenn da nicht ihre übertriebenen Ansprüche an sich selbst wären. Die Werberin Nela (Alexandra Helmig) dagegen bemüht sich, die Bedürfnisse von Söhnchen Leo mit dem Neustart der eigenen Karriere unter einen Hut zu bringen, während ihr Ehemann sich ein zweites Kind wünscht. Und Singlefrau Tine (Kristin Suckow) versucht trotz kleiner Tochter, sich ihr Leben als junge Zwanzigjährige zurück zu erobern. Auf dem Spielplatz, dem Schlachtfeld der Mütter, wo man sich mit selbst gebackenen Dinkelkeksen gegenseitig zu übertrumpfen versucht, braut sich langsam etwas zusammen. Wie weit werden die Mütter gehen, um an ihrer eigenen Idee vom Glück festzuhalten? Oder hält das Leben überraschende Lösungen parat ... ? Drei Frauen, vier Kinder und drei Varianten des täglichen Wahnsinns: Frau Mutter Tier zeichnet mit liebevoll amüsiertem Blick die Dilemmata verschiedener Frauentypen unserer Gesellschaft nach, lädt die Zuschauer ein, über diese Schwierigkeiten zu lachen und über die gefundenen Lösungen zu staunen.
 
DVD: 14,99€
Frau Mutter Tier
 
 
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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